Bahn unter Druck

Finanzsstaatssekretär Franz Pschierer hat erleichtert auf die Freigabe der Elektrifizierung der Bahnstrecke München/Lindau durch die Deutsche Bahn reagiert. „Ein erfreulicher und wichtiger Schritt für das Allgäu und für ganz Bayern“, frohlockte er am Freitag in einer ersten Stellungnahme. „Damit sollte der Ausbau noch in diesem Jahr beginnen können“, so Pschierer weiter.

Ursprünglich sollte die Strecke bis 2015 durchgehend elektrifiziert werden. Der Freistaat Bayern und die Schweiz hätten jedenfalls alles getan, um das Projekt voranzubringen. „Wenn sich nun infolge der bisherigen Verzögerungen etwas am Zeitplän ändern sollte, dann ist klar, wo die Verantwortlichkeiten liegen“, kritisierte der Staatssekretär. „Ich erwarte daher von der DB, dass sie nun alles tut, um das Projekt so zeitnah wie möglich zu realisieren“, so der Abgeordnete weiter. In diesem Zusammenhang erinnerte Pschierer daran, dass der Freistaat bereits im Dezember 2007 ausnahmsweise die der teilweisen Vorfinanzierung in Höhe von 55 Millionen Euro zugestimmt hatte, obwohl allein der Bund für die Finanzierung der Schieneninfrastruktur zuständig ist. Damit habe Bayern das große Interesse an der Realisierung frühzeitig unterstrichen. Auch die Schweiz habe ausnahmsweise rund 50 Millionen Euro großzügig zugesichert, da das Land ebenfalls Interesse an einer schnelleren Zugverbindung München/Zürich habe. „Ohne den frühzeitigen massiven Einsatz der Staatsregierung und des Landes Schweiz wäre das Vorhaben wahrscheinlich gescheitert“, so Pschierer. Offen sei derzeit noch die Anbindung der Stadt Lindau. Die Entscheidung zur Inselanbindung müsse bis spätestens Mitte diesen Jahres fallen, ansonsten drohe die schnelle Bahnstrecke an der Stadt vorbei zulaufen. Bahn und Kommunalpolitik seien nun gefordert, die Dinge voranzutreiben, damit Lindau auch von der schnelleren Zuganbindung an München und Zürich profitieren könne.

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