Signalanlagen zur Überquerung der Bahnhofstraße Höhe Hochschule

Neue Ampeln zur Sicherheit für Fußgänger

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Jeweils vor den Einmündungen in die Alfred-Kunz-Straße und in die Calgeerstraße sollen die beiden Fußgängersignalanlagen an der Bahnhofstraße Höhe Hochschule errichtet werden, um künftig für Sicherheit zu sorgen.

Kempten – Das Thema einer Querungshilfe über die Bahnhofstraße auf Höhe der Alfred-Kunz-Straße an der Hochschule Kempten wurde bereits im Jahr 2013 von der ÖDP angeregt, im November vergangenen Jahres kam das Thema dann erneut auf den Tisch: Die Fraktionen der CSU und der Freien Wähler hatten eine Befestigung des bestehenden Mittelstreifens, auf dem sich im Laufe der Jahre ohnehin schon ein Trampelpfad entwickelt hat, beantragt. Nach erneuter Prüfung und einer Zählung der Fußgänger, die die Bahnhofstraße in diesem Bereich überqueren, wurde am vergangenen Montag im Verkehrsausschuss einstimmig eine neue Lösung beschlossen: eine Fußgängersignalanlage soll dort künftig für ausreichend Sicherheit sorgen.

Die Zahl der Überquerungen der Bahnhofstraße auf Höhe der Hochschule sei auch nach Verlegung der dortigen Stellplätze und nach einer gesicherten Querungshilfe beim XXXLutz nicht zurückgegangen. In Spitzenzeiten am Mittag zwischen 11 und 14 Uhr konnten im Dezember vergangenen Jahres bis zu 124 Fußgänger pro Stunde gezählt werden. Dem gegenüber stehen 12.000 Fahrzeuge (Stand: 2015), die die Bahnhofstraße in jeweils eine Fahrtrichtung passieren. Aufgrund dieser Zahlen sei man „weit von einem Fußgängerüberweg entfernt“ und eine Fußgängersignalanlage sei die einzige zulässige Möglichkeit. Eine reine Befestigung des Trampelpfads reiche nicht aus, vor allem da der Stadt Kempten nun genaue Zahlen der hohen Querungsaktivität vorliegen, erklärte Markus Wiedemann, Leiter des Amts für Tiefbau und Verkehr. Die Stadt muss also entweder eine richtlinienkonforme Querungshilfe errichten oder die Überquerungen von Fußgängern aktiv unterbinden.

Errichtet werden sollen die Lichtsignalanlagen jeweils in Fahrtrichtung vor den Einmündungen der Alfred-Kunz-Straße und der Calgeerstraße. Dadurch sind die Anlagen versetzt zueinander angeordnet, die Fußgänger passieren den Mittelstreifen daher über eine schräge Wegeführung. Rechtsabbieger aus der Alfred-Kunz-Straße und der Calgeerstraße können also störungsfrei auf die Bahnhofstraße abbiegen. Bei dieser Entscheidung sei auch das diskutierte Hochschul-Parkhaus mit über 300 Stellplätzen berücksichtigt worden, da dann von noch mehr Verkehr aus der Alfred-Kunz-Straße auszugehen ist, so Wiedemann.

Die Fußgängersignalanlage (FSA) stadteinwärts soll automatisch geschalten werden, stadtauswärts soll die FSA auf Anforderung betrieben werden, wobei es in den Morgen- und Abendstunden möglicherweise zu Rückstaus kommen kann. Eine leistungsfähige Abwicklung des Verkehrs sei dennoch gewährleistet, betonte Wiedemann. Eine Zusammenschaltung beider Anlagen sei auch aufgrund des verhältnismäßig breiten Grünstreifens in der Mitte und dem damit verbundenen langen Laufweg nicht möglich. Bei Einbindung der FSA stadteinwärts in die Grüne Welle kann es für die Fußgänger bei der Überquerung der Bahnhofstraße zu einer maximalen Wartezeit von 105 Sekunden kommen. „Wir haben gar keine andere Wahl, die Sicherheit geht vor, auch wenn es stadtauswärts zu Rückstaus kommen kann“, begrüßte Klaus Knoll (FW) die Planungen. Auch Franz Mayr (CSU) erkannte das Bauvorhaben als „alternativlos“ an. Noch in diesem Jahr soll die bauliche Umsetzung erfolgen. 

Lea Stäsche

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