Hinter Gitter gebracht

Bahnreisende mit Haftbefehlen im Gepäck unterwegs

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Dietmannsried/Memmingen – Am vergangenen Samstagmittag hat die Bundespolizei zwei per Haftbefehl gesuchte Männer hinter Gitter gebracht.

Nach Pressemitteilung der Polizei waren die beiden Gesuchten den Beamten am Freitagabend bei Routinekontrollen im Zug beziehungsweise im Bahnhof aufgefallen.

Kurz nach 20 Uhr beendeten Kemptener Bundespolizisten die Zugfahrt eines 23-Jährigen auf Höhe Dietmannsried. Gegen den Deutschen lag ein Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Memmingen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis vor. Demnach war der junge Mann trotz alkoholbedingten Führerscheinentzuges dreimal beim Führen eines Kraftfahrzeuges erwischt worden. 

Einmal war der Schwarzfahrer mit einem Moped ohne Haftpflichtversicherung unterwegs gewesen. In einem anderen Fall war der Mann trotz Untersagung durch Polizeibeamten bei einer Verkehrskontrolle einfach weitergefahren. Außerdem wurde er wegen Geldfälschung und Erschleichens von Leistungen gesucht. Nach der Richtervorführung am Samstagvormittag lieferten die Bundespolizisten den gebürtigen Neu-Ulmer in die Justizvollzugsanstalt Memmingen ein.

Fast zeitgleich klickten die Handschellen für einen Libyer im Bahnhof Memmingen. Als ihn die Kemptener Bundespolizisten angetroffen hatten, hatte der Mann keine Ausweispapiere dabei. Bei der Fahndungsabfrage der Personalien stellten die Beamten fest, dass der Ausländer bereits seit vier Jahren von den deutschen Justizbehörden gesucht wurde. Die Überprüfung der Fingerabdrücke bestätigte, dass es sich um den 21-jährigen Gesuchten handelte, gegen den ein Haftbefehl wegen Sachbeschädigung und gefährlicher Körperverletzung vorlag. 

Der Mann war im Jahr 2015 zu über elf Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden, deren Vollstreckung für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Da der Verurteilte gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hatte, erging daraufhin der Sicherungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Marburg. Zudem lag gegen den Afrikaner ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen Diebstahls vor. Eine Geldstrafe, die der Mann nicht beglichen hatte. Da er die Summe nicht aufbringen konnte, muss er nun ersatzweise 60 Tage Freiheitsstrafe absitzen. 

Während seines Aufenthalts im Gefängnis wird ein ihm weiterer vorgeworfener Fall geklärt werden können: Denn gegen den Libyer wird auch noch wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Diebstahls ermittelt.

Die Bundespolizisten lieferten den Libyer am Samstag in die Justizvollzugsanstalt Memmingen ein und zeigten ihn, da er keinerlei aufenthaltslegitimierende Dokumente mehr besaß, wegen unerlaubten Aufenthaltes an.

kb

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