Basilika nicht in Gefahr

Die Stabilität der St.-Lorenz-Basilika ist nicht gefährdet, sollte unter dem Hildegardplatz eine Tiefgarage gebaut werden. Diesbezüglichen Sorgen, die Stadtrat Hans Mangold im Vorfeld geäußert hatte (der KREISBOTE berichtete), trat in der jüngsten Bauausschusssitzung der Ingenieur und Gutachter Prof. Karl Schütz entgegen. Sowohl für die eigentliche Bauzeit als auch die Zeit danach gab er Entwarnung.

Erschütterungen während der Bauzeit, Setzungen durch Veränderungen im Baugrund und veränderte Grundwasserverhältnisse seien mögliche Schadensursachen, so der Professor. Nicht die billigste, aber die erschütterungsärmste Möglichkeit, die Baugrube zu sichern, sei jedoch die geplante Bohrpfahlwand, die im Erdreich rückverankert wird. Schäden an der Basilika schloss Schütz durch das schützende Gemäuer aus. Selbst das Glockengeläut der beiden Türme sorge für mehr Erschütterungen, erklärte er. Grundwasser beherrschbar Auch so genannte Setzungen fürchtete er nicht. Durch seine Bauweise drohe der Tiefgarage eine Verformung von höchstens drei Millimetern, „also quasi null“, so Schütz. Einstürze wie etwa den des Kölner Stadtarchivs könne man hier nicht als Beispiele heranziehen. Da seien mangelnde Planung und Sparwut ausschlaggebend gewesen. Auch das Grundwasser, das im Bereich des Hildegardplatzes von Süden nach Norden fließt, sei beherrschbar. Damit es sich nicht an der Südwand der Garage staut, soll es durch Löcher in der Bohrpfählen abfließen. CSU-Fraktionsvorsitzender Erwin Hagenmaier dankte Schütz dafür, dass er „das Hausfrauenbauchgefühl“, der Basilika könne etwas geschehen, ausgeräumt habe. Diese Befürchtungen seien nun „kein tragfähiges Argument mehr“, meinte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Auch von Seiten der Kirchenverwaltung bestehen offenbar keine Bedenken. Wie Stadtpfarrer Dr. Michael Lechner am Freitag auf Anfrage gegenüber dem KREISBOTE erklärte, sei er überzeugt davon, dass die Verantwortlichen die Risiken richtig abwägen. „Ich denke man kann den Statikern hier vertreuen“, meinte er.

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