Die Bauarbeiten beginnen

Schwungvoller Auftakt für einen neuen Weg: Die Verantwortlichen des Stephanuswerks Isny beim Spatenstich für die neue Zufahrt. Foto: Schubert

Mit dem Spatenstich für die Bauarbeiten zu einer neuen Zufahrt in das Gelände des Stephanuswerks begann am Donnerstag ein neues Kapitel in der bisher 60 Jahre währenden Geschichte der Einrichtung. Vom Versehrtenheim nach dem zweiten Weltkrieg bis zur Gründung der Einrichtung für behinderte Menschen unter der Regie der Evangelischen Heimstiftung, dem Ausbau der Werkstätten, der Förderung von Umschulungsprogrammen und dem Versuch behinderte Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt wieder Fuß fas- sen zu lassen, war eigentlich alles dabei.

Trotz allem, dem Stephanuswerk ging es in den vergangenen Jahren nicht so besonders. Das soll sich aber wieder grundlegend ändern. Ein Schritt in die neue Richtung war die Überlegung, das Tagungshotel abzustoßen, die Wiesen von dort bis zu den ersten Bauten des Stephanuswerkes als Bauland zu verkaufen und so Kapital zu erhalten, das in die bestehende Einrichtung einfließen kann. Doch nicht nur so soll die Einrichtung umstrukturiert werden. Wenn es gelingt das Land am Hang zu veräußern und zu bebauen, wird das Stephanuswerk in Zukunft nicht mehr an der Randlage von Isny liegen, sondern mitten in einem neuen Wohngebiet. Neue Pforte Da bietet es sich doch an, auch den Eingangsbereich neu zu gestalten und an der Maierhöfener Straße gegenüber der Sonnenhalde neu zu bauen. Entstehen soll hier die neue Pforte, ein Werkstattladen für die Produkte, die im „Steffi“ entstehen. Außerdem ist eine Cafeteria mit einer breiten Glasfront in Richtung Straße geplant, um zu dokumentieren: „Hier sind Sie gerne willkommen besuchen Sie uns – wir freuen uns darüber wenn Sie für uns Interesse zeigen.“ So war es jedenfalls am Rande des Spatenstichs zu hören. Genau in diese Richtung ging auch die Ansprache von Hauptgeschäftführer Bernhard Schneider, der noch einmal deutlich machte: „Das Stephanuswerk wird weiter bestehen und die Evangelische Heimstiftung ist bereit, rund zehn Millionen Euro zu investieren.“ Architekt Edwin Heinz hatte eine schwierige Aufgabe, da lange nicht ganz klar war, was in diesem neuen Bereich untergebracht werden sollte. Von der kleinen Lösung zum jetzt ausgearbeiteten Bauplan hatten etliche Gespräche stattfinden müssen.

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