"Egal, welches Gebäude"

Notunterkunft kommt

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Das ehemalige Straßenbauamt in der Maler-Lochbihler-Straße wird zur Notunterkunft für Asylbewerber.

Kempten – Einstimmig und ohne große Debatte hat der Bauausschuss am Dienstagnachmittag dieser Woche die Notunterkunft für Asylbewerber im ehemaligen Straßenbauamt in der Maler- Lochbihler-Straße abgesegnet. Eine mögliche Weiternutzung als Gemeinschafts- unterkunft stand noch nicht zur Debatte.

Vorerst ist lediglich das Erdgeschoss für die Unterbringung von 60 Flüchtlingen geplant. Gegebenenfalls sollen des Weiteren erstes und zweites Obergeschoss entsprechend hergerichtet werden. Fehlende Sanitäreinrichtungen sollen, wie berichtet, in beheizbaren Containern im Innenhof bereitgestellt werden. Laut Bebauungsplan befindet sich das Gebäude in einem Wohngebiet und ist somit, laut Bauordnungsamtsleiterin Dr. Franziska Renner, „als Notunterkunft zulässig“.

Stadtrat und Integrationsbeauftragter Siegfried Oberdörfer (SPD) brachte die Probleme mit der Nachbarschaft, die zum allgemeinen Bedauern Kempten nach außen fremdenfeindlich erscheinen lasse, auf den Punkt: „Ich glaube es ist egal, welches Gebäude wir wählen“, die Anwohner würden immer ablehnend sein.

Für Michael Hofers (ödp) Geschmack, hat „die Regierung zu lang gewartet“, denn der Bürgerkrieg sei ja nicht erst seit letzter Woche. Als Alternative zum Gebäude in der Maler-Lochbihler-Straße brachte er das in städtischem Besitz befindliche ehemalige Kloster Lenzfried ins Spiel, von dem er wisse, dass es „viel besser“ sei, als das ehemalige Straßenbauamt.

Christine Tröger

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