Bauvoranfrage abgesegnet

Wohnungen für Studenten und Menschen mit Behinderung in Sankt Mang

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Auf diesem noch unbebautem Grundstück sollen die drei neuen Häuser entstehen. Links am Bildrand ist die Lärmschutzwand der Firma Föll zu sehen.

Kempten – Nochmals auf der Tagesordnung des Bauausschusses stand am Dienstag der geplante Neubau dreier Häuser an der Friedrich-Ebert-Straße/Blütenweg in Sankt Mang, angrenzend ans Gemeindegebiet Durach.

Nachdem sich die Stadträte zuerst beim Ortstermin ein Bild von den Gegebenheiten vor Ort gemacht hatten, stimmten sie der Bauvoranfrage später im Rathaus einhellig zu.

Geplant sind in Haus „A“ im Erdgeschoss Gewerberäume und ein Büro und in den Obergeschossen vier Zweizimmerwohnungen für Studenten sowie zwei Vierzimmerwohnungen. Die Gesamtwohnfläche beträgt 360 Quadratmeter. In Haus „B“ ist im Erdgeschoss eine Sammelgarage angedacht, im ersten Obergeschoss eine Fünfzimmer-Maisonettewohnung sowie eine Dreizimmerwohnung und im Dachgeschoss drei Einzimmerwohnungen für Studenten. Gesamtwohnfläche in diesem Haus: 320 Quadratmeter. Haus „C“ soll ein zweigeschossiges Wohnheim für Menschen mit Behinderung mit acht Zweizimmerwohnungen werden. Gesamtwohnfläche hier: 380 Quadratmeter.

Wie Maximilian Schmid vom Bauordnungsamt erläuterte, ist das Bauvorhaben eingekeilt zwischen Wohn- und Gewerbegebiet. Es gebe keinen Bebauungsplan, weshalb vor allem nach dem Rücksichtsnahmegebot entschieden werden müsse. Das Hauptproblem hier sei der Lärm- und Immissionsschutz, da die geplanten Häuser nah an die Firma Föll (Rohstoffhandel und Schrottplatz) heranrücken. Durch die Bebauung entstehe jedoch kein relevanter neuer Wohnpunkt, da es im direkten Umfeld bereits Wohnbebauung gibt. Die Untere Immissionsschutzbehörde habe dem Vorhaben grünes Licht gegeben. „Der Lärmwert für ein Mischgebiet wird hier deutlich unterschritten“, so Schmid. Die Neubauten seien zudem bautechnisch gut durchgeplant, Haus „A“ und Haus „B“ werden wie ein Riegel parallel zur Lärmschutzwand gebaut, die Ausrichtung erfolgt jedoch nach Westen, also weg von der Lärmschutzwand.

Zum Ortstermin waren auch einige direkte Anwohner erschienen, die prinzipiell nichts gegen die Bebauung haben, aber eine Zunahme des Verkehrs auf ihrer Privatstraße befürchten, die nur vier Meter breit und für Begegnungsverkehr nicht geeignet sei. Sie äußerten die Bitte, dass das Baugrundstück von öffentlichem Grund aus angefahren wird.

Das Gremium segnete die Bauvoranfrage einstimmig ab. Die Planung habe auf den Betrieb Rücksicht genommen, betonte CSU-Fraktionschef Erwin Hagenmaier. Er bemängelte, dass die Lärmschutzwand „ihren Namen nicht verdient“ habe, da sie mangelhaft sei und damit ihren Zweck nicht erfülle. Er bat die Verwaltung darum, dies zu prüfen.

Melanie Weidle

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