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Bauausschuss winkt überarbeitete Pläne für Lenzfrieder Quartier durch

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Das neue Quartier ist über kleine Wege und grüne Säume in die Umgebung eingebunden. © Modell: Meck Architekten/Foto: Stadt

Kempten – „Wir haben unsere Idee noch deutlicher herausgearbeitet“, sagte. Axel Frühauf vom Büro Meck Architekten.

Nachdem die Jury die Architekten gebeten hatte, den Siegerentwurf für die Bebauung auf dem Gelände der ehemaligen Maria-Ward-Schule in einigen Punkten noch einmal zu überarbeiten (der Kreisbote berichtete), hatten sich die Verantwortlichen von Meck Architekten und Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten noch einmal ans Werk gemacht. 

Das Ergebnis fand im Bauausschuss mit einem einstimmigen Beschluss breite Zustimmung. Weil im westlichen Baufeld nun vier statt fünf Zeilen vorgesehen sind, können die Bäume am Friedhof und die Abstandsflächen gehalten werden. Statt 70 Wohneinheiten sind es nun 61. Der siebengeschossige Hochpunkt im Norden der Anlage bekommt ein fünfgeschossiges Pendant im Süden. Der dortige zweite Quartiersplatz fällt weg, weil die benachbarte landwirtschaftliche Hofstelle umgenutzt wurde und der dortige Stall abgerissen wurde. 

„Jetzt ist der Blick vom zentralen Quartiersplatz auch frei auf Sankt Magnus“, sagte Frühauf. Theo Dodel-Hefele (Grüne) fand es gut, wie die Architekten mit der Situation umgegangen sind. Ihm gefiel vor allem das Spiel mit Enge und Weite. Er wollte wissen, ob eine zusätzliche Zuwegung vom Gasthaus Hirsch her möglich sei. Baureferent Tim Koemstedt hielt das jedoch nicht für notwendig, weil der Plan bereits ein „feinmaschiges Fußverbindungsnetz“ zeige. 

Siegfried Oberdörfer (SPD) lobte die Investoren, den Wettbewerb durchgeführt zu haben, „obwohl Wirtschaftlichkeit immer eine Rolle spielt“. Karl Sperl (CSU) hätte in dem ländlichen Stadtteil lieber Satteldächer gesehen, räumte aber ein, dass die Flachdächer zur Adressbildung beitragen. Er interessierte sich auch für die Stellplätze, da „heutzutage jeder Haushalt zwei bis drei Autos besitze“. Wie Frühauf erklärte, gibt es im Bereich der Tiefgaragen-Zufahrt im Osten auch Besucherstellplätze. 

Der Stellplatzschlüssel werde eingehalten. „Aber wir wissen nicht, wie sich die Mobilität sich entwickelt“, sagte er, „das ist ein weites Feld.“ Was die Dachform betrifft, so merkte er an, dass das Areal in zweiter und dritter Reihe liege und der Fokus auf der kleinmaschigen Bebauung gelegen hätte, „das geht mit flachen Dächern viel besser“. Hans-Peter Hartmann (FW) stimmte Frühauf zu. Für ihn ist die ländliche Struktur in Lenzfried mittlerweile verlorengegangen. „Da gibt es sehr wohl Ausreißer, allerdings an Stellen, an denen es nicht passt.“ Hier seien die Flachdächer sehr wohl möglich. 

Susanne Lüderitz

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