Warten auf die Genehmigungen der Regierung von Schwaben

Baubeginn der FOS/BOS verzögert sich

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Die geplanten Maßnahmen umfassen neben dem Neubau der FOS/BOS auch die Generalsanierung der Berufsschulen I bis III. Alleine für Letztere wird mit Kosten in Höhe von rund 106 Millionen Euro gerechnet.

Kempten/Oberallgäu – Bei der 2. Verbandsversammlung des Zweckverbands Berufliches Schulzentrum Kempten in diesem Jahr ging es um den Stand der Dinge in Sachen Sanierung der Berufsschule I bis III sowie den geplanten Neubau der Fachoberschule und Berufsoberschule (FOS/BOS). Die Arbeiten an Letzterem sollten eigentlich seit April in vollem Gange sein. Doch der Beginn der Maßnahmen verzögert sich.

Dr. Björn Nohe vom Bauund Immobilienberatungsunternehmen Drees & Sommer informierte die Versammlungsteilnehmenden über den aktuellen Stand. In Sachen Generalsanierung der Berufsschulen I bis III habe man die Sanierung der Tiefgarage vorgezogen. An dieser seien erhebliche bauliche und sicherheitstechnische Mängel festgestellt worden. „Die Sanierung wurde vorgezogen, um weitere Schäden und somit höhere Sanierungskosten zu vermeiden.“ 

Stagnation herrscht beim Neubau von FOS und BOS. Knackpunkt sind die noch fehlenden Genehmigungen seitens der Regierung von Schwaben. „Der für April geplante vorzeitige Maßnahmenbeginn steht noch aus. Wir können momentan nicht beauftragen“, so Dr. Nohe. Glücklicherweise hätten sich die beteiligten Firmen bereiterklärt, die Bindefristen zu verlängern. Anton Klotz als Noch-Verbandsvorsitzender und Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle betonten, sie hätten beide bereits mehrfach bei der Regierung von Schwaben nachgehakt. „Ich habe erst vor wenigen Tagen selbst mit dem Regierungspräsidenten von Schwaben deswegen telefoniert und werde ihn Ende dieser Woche nochmal anrufen“, so Klotz. Schließlich wolle man kein ganzes Jahr verlieren. 

Kiechle ergänzte, er habe bei einem Telefonat die Zusage erhalten, der Fall würde nun „mit allerhöchster Priorität“ bearbeitet. Er gehe davon aus, dass die benötigten Genehmigungen Ende Mai vorlägen. Wenn dies tatsächlich kurz- bis mittelfristig der Fall sei, könne man den Terminplan noch halten, so Dr. Nohe. „Wenn es sich noch länger zieht, müssen wir schauen, wo wir landen.“ Sollten die Genehmigungen vor Pfingsten kommen, könne man voraussichtlich Anfang August den Spatenstich durchführen. Einige Wochen Vorlauf seien nötig, da zuvor erst noch das Baufeld freigeräumt werden müsse. 

Die Sitzung fand noch in der alten Besetzung statt, da noch nicht alle Gremien (u.a. der Kreistag) ihre konstituierenden Sitzungen abgehalten haben. Der Wechsel erfolgt am 19. Juni 2020. In Vorausschau darauf beschloss das Gremium eine Änderung der Verbandssatzung. Sie sieht vor, dass künftig grundsätzlich der Oberbürgermeister der Stadt Kempten den Verbandsvorsitz innehaben soll. Grund ist zum einen der Standort des Berufsschulzentrums mitten in der Stadt sowie die enge Zusammenarbeit des Zweckverbandes mit der Stadtverwaltung Kempten. „Er macht Sinn, dass der OB dann auch Vorsitzender der Verbandsversammlung ist“, sagte Anton Klotz. Die Gremiumsmitglieder schlossen sich dieser Auffassung einstimmig an.

Sabine Stodal

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