Bauern-Klischees widerlegen

Martin (links) und Benni von Losamol machen Musik in Allgäuer Mundart. Foto: Archiv

Die typischen Bauernklischees zu widerlegen und zu zeigen, was auf dem Land wirklich abgehen kann – das war das Ziel eines Wettbewerbs, bei dem das Kemptener Musikduo „Losamol Mundart“ zusammen mit einem befreundeten Jungbauer mitmachte. Und das mit Erfolg: Unter 160 eingesendeten Videos schafften es die Allgäuer unter die ersten fünf und haben damit schon sicher 1000 Euro gewonnen. Im Rahmen der Grünen Woche in Berlin entscheidet sich am 21. Januar, wer den Wettbewerb und damit 10 000 Euro gewinnt.

Simon Stöckle ist Jungbauer auf dem Funkenhof in Unterthingau und ein guter Freund von Losamol-Sänger Martin Folgmann. Und als „ganz normalen Landwirt“ kann man ihn wirklich nicht beschreiben. „Der Simon macht Breakdance und geht mit dem Quad Kühe eintreiben“, erzählt Martin im Gespräch mit dem KREISBOTEN. Stöckle habe in einer Zeitschrift die Ausschreibung für den Video-Wettbewerb „Clip my farm“ entdeckt. Aufgabe war, mit den verstaubten Bauern-Klischees aufzuräumen und in einer Zeit von maximal drei Minuten zu zeigen, wie das Leben auf dem Hof wirklich ist: Nämlich modern, anspruchsvoll und attraktiv. Simon Stöckle fragte Losamol, ob sie ihm helfen und so entstand in nur zwei Tagen ein Lied über das Leben des Jungbauern auf dem Funkenhof, der neben seiner alltäglichen Arbeit den Stall auch zum Slacklinen und Tanzen nutzt. Zum Lied wurde ein passendes Video gedreht. „Damit repräsentieren wir auch das Allgäu“, betont Martin. Übrigens waren die Allgäuer die einzigen, die zum Video extra ein Lied geschrieben haben. Insgesamt seien es ganz unterschiedliche Videos, erzählen Martin und Benni. Nachdem der Film auf der Seite www.clipmyfarm.de hochgeladen war, wurde drei Wochen lang abgestimmt. „Wir hatten so ne Unterstützung von den Allgäuern, die haben uns richtig hochgevotet“, bedankte sich Martin bei seinen „Landsleuten“ für die Unterstützung. So schafften es Stöckle und Losamol mit ihrem Video unter die ersten fünf. Welchen Platz sie letztendlich belegen, entscheidet nun eine Jury. 1000 Euro sind ihnen aber jetzt schon sicher. Sollten sie gewinnen, bekämen sie sogar 10 000 Euro. Die Preisverleihung findet am 21. Januar in Berlin statt.

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