Vorstand der Baugenossenschaft Kempten neu aufgestellt

Öffentliche Wahrnehmung steigern

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Der seit Dezember 2014 amtierende Vorstand der Baugenossenschaft Kempten hat sich einiges vorgenommen: (v.l.) Hans-Peter Hartmann (nebenamtlich), Alexandra Vogt (Vorstand) und Wolfgang Klaus (nebenamtlich).

Bislang hat die 1919 gegründete Baugenossenschaft Kempten (BG) e.G. in der Öffentlichkeit nur wenig Präsenz gezeigt.

Das soll sich nach Wunsch des seit Dezember 2014 amtierenden Vorstands bestehend aus Alexandra Vogt mit den beiden nebenamtlichen Vorständen, Stadtdirektor Wolfgang Klaus und Malermeister Hans-Peter Hartmann, nun ändern. 

Dabei schwebt ihnen nicht nur eine aktive Bewerbung ihres Vermietungsangebots der rund 1100 BG-Wohnungen mit Schwerpunkt in Kempten Haubenschloß- und Cambodunumgebiet sowie in Waltenhofen und Wiggensbach vor. Besonders die Modernisierung des Wohnungsbestandes haben sie im Auge. Aktuell werden, so Vogt, zum Beispiel die Häuser im Cambodunumweg mit Wärmedämmungen versehen und mehr Lebensqualität sollen dort künftig Balkonanbauten auf der Südseite der Wohnungen sorgen. 

Wichtig ist den Vorständen, dass die dadurch entstehenden Kostensteigerungen für die Mieter „sozial verträglich“ bleiben, wie Klaus betonte. Schließlich „haben wir ganz lange, treue Mieter“, wies Vogt auf das enge Verhältnis von BG und Mietern hin. „Manche schon seit bis zu 60 Jahren“ und deren Kinder und Enkel seien häufig ebenfalls Mieter der BG geworden – ein echter Vertrauensbeweis findet sie. Wie Klaus anfügte, „entspricht das dem Genossenschaftsgedanken“, bei dem eben nicht nur der wirtschaftliche Gedanke oder das schnelle Geld ausschlaggebend sei. 

Jährliche Aktionen 

Einen Vorteil der BG gegenüber normalen Mietwohnungen sieht er unter anderem in den eigenen Hausmeistern und Handwerkern, „die die Mieter kennen“ und andersherum natürlich ebenso. Besonders stolz sind die Drei darauf, dass sie ihren Mietern einmal pro Jahr eine Seniorenfahrt anbieten, die sie bereits in Städte wie Bozen oder Salzburg geführt hätten, jedes Jahr einen Mieter- Skitag in attraktiven Skigebieten sowie ein jährliches Fest für alle Mieter. „Das macht sonst keiner“, zeigten sie sich einig und „darum ist es schade“, dass die BG in den letzten Jahren in der öffentlichen Wahrnehmung nicht vorgekommen sei, meinte Hartmann. 

Aber mit noch einer Zukunftsausrichtung der Baugenossenschaft Kempten „in vielleicht fünf bis zehn Jahren“ spielen die drei frisch gebackenen Vorstände: mit einer Bestands-Nachverdichtung, denn die BG habe „schon ewig nicht mehr gebaut“. Allerdings, so Klaus, müsse man das „situativ entscheiden“. Im Vordergrund stehe „Modernisierung, nicht Expansion“.  Christine Tröger

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