Ambitioniertes Vorhaben

Ein Bauvorhaben das dem Gestaltungsbeirat an Anhieb gefällt

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Gut kamen die Pläne für das neue Parkhaus mit Büroflächen und Gastronomie gegenüber dem Forum an der Bahnhofstraße im Gestaltungsbeirat an.

Kempten – Schon lange wird über das geplante Parkhaus an der Bahnhofstraße auf dem ehemaligen Telekom-Gelände diskutiert; drei Mal bereits im Gestaltungsbeirat.

Das war im Jahr 2017. Damals ging es noch um ein reines Parkhaus mit acht Parkebenen. Vergangene Woche stellte Architekt Klaus Maucher von MH Architekten PartGmbH, dem Gremium nun eine Planung für ein Park- und Bürogebäude mit Gastronomie im Erdgeschoss vor. 

Dabei ergibt sich für das Parkhaus eine rechnerisch sehr kleine Bruttogeschossfläche. Der Clou daran ist eine vollautomatische Stapelung der PKW ähnlich wie bei den Hochregalen bei Amazon. Das sogenannte „chaotisches Regalsystem“ funktioniere aber hervorragend und verräume die Fahrzeuge tatsächlich „binnen zehn bis 20 Sekunden“, schaltete sich Investor Thomas Wirth kurz erklärend ein. 

Geplant sind laut Maucher „zwei Bereiche“: ein Parkhaus und vorgesetzte Bürogebäude. Auf insgesamt sechs Parkebenen (zwei Geschossen) auf der westlichen Gebäudeseite sollen circa 340 Stellplätze entstehen. Über fünf Geschosse auf der Ostseite, an der Bahnhofstraße gegenüber dem Forum, sind Büroflächen sowie die Gastronomie geplant. Das Parkhaus soll von Süden her befahrbar sein. „Man fährt mit dem Auto in eine Kabine, gibt den Schlüssel ab“ und „laut Hersteller hat das Auto nach zehn Sekunden seinen Platz“ oder ist ebenso schnell wieder zurück, so Maucher. Die am Boden fehlenden Grünflächen könnten dem Architekten zufolge durch Dachbegrünung oder „vertical gardens“, also intensive Begrünung der begrenzenden Fassade zum Innenhof, ausgeglichen werden. 

Ansprechende Optik

Das Parkhaus soll lediglich im Erdgeschoss mit Fenstern bestückt werden bzw. an der Südseite, während die straßenseitige Gastronomie auf dieser Ebene „großflächige“ Fenster erhalten soll. Für die darüber liegenden Büroflächen ist eine Lochfassade angedacht, am Südende des Bürotraktes einige größere Fenster. Den Gestaltungsbeiräten war vor allem eine nicht zu knappe Begrünung ein Anliegen. 

Christine Tröger

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