Barrierefreiheit ist für alle da

Behindertenbeirat informiert vor dem Forum Allgäu

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„Barrierefrei“, damit verbindet man oftmals Rampen oder speziell umgerüstete Fahrzeuge. „Barrierefrei“, das wurde im Gespräch mit den Beiratsmitgliedern Bernd Semmelmann (li.) Martin Härtle (Mitte) und Alexandra Borner (re.) klar, darunter fallen auch spezielle Techniken, die gehörlosen, sehbehinderten oder kognitiv eingeschränkten Menschen die Teilhabe am Leben ermöglichen.

Kempten – Mit einem Aktivstand vor dem Forum Allgäu trat am Samstag der Behindertenbeirat der Stadt Kempten an die Öffentlichkeit. Das Gremium, das sich die Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen auf die Fahne geschrieben hat, will mit dieser Aktion Berührungspunkte schaffen und die Anliegen des Beirates der Bevölkerung näherbringen. „Barrierefrei“, damit verbindet man oftmals Rampen oder speziell umgerüstete Fahrzeuge. „Barrierefrei“, das wurde im Gespräch mit den Beiratsmitgliedern Bernd Semmelmann (li.) Martin Härtle (Mitte) und Alexandra Borner (re.) allerdings klar, darunter fallen auch spezielle Techniken, die gehörlosen, sehbehinderten oder kognitiv eingeschränkten Menschen die Teilhabe am Leben ermöglichen. Dazu zählen spezielle Leitsysteme, Pläne mit großer, kontrastreicher Schrift ebenso wie kurz und verständlich formulierte Beschilderungen; die Anzahl von Gebärdendolmetschern ist viel zu gering. Dass es immer noch zu wenig Menschen mit einer Behinderung gelingt, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, auch dies kam an diesem Nachmittag zur Sprache. Immer wieder legten Passanten beim Gang über den Forum-Vorplatz einen kurzen Stopp am Stand ein, kamen nicht nur mit den Behindertenvertretern, sondern mit Interessierten ins Gespräch, tauschten sich aus, oder befassten sich mit den ausgelegten Infoflyern. Mancher nahm die Gelegenheit wahr, sich „probeweise“ in einen Rollstuhl zu setzen und versuchte sich als Rollybasketballer. Schnell kann sich für Nichtbehinderte das Blatt wenden, diesen Aspekt brachte Albrecht Hung, Beauftragter des Stadtrats für Senioren, Menschen mit Behinderung und Heime, ins Spiel: Wenn man sich zum Beispiel den Fuß bricht, dann können Rampen und Absätze plötzlich zum unüberwindbaren Hindernis werden. Und so wurde klar, von Barrierefreiheit haben alle etwas: Auch Senioren und Kinder. 

Hildegard Ulsperger

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