Mit handwerklichem Geschick

Nachwuchs misst sich beim Berufswettbewerb in den "Grünen Berufen"

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Geschick war in der Reifenwerkstatt gefragt.

Kempten – Der alle zwei Jahre stattfindende Berufswettbewerb der deutschen Landjugend, der dieses Jahr das Motto hatte: „Grüne Berufe landgemacht – Qualität. Vertrauen. Zukunft.“, fand unter der Ägide des Bayerischen Bauernverbandes an der Berufsschule III statt.

87 junge Frauen und Männer aus den Landkreisen Oberallgäu, Lindau und der Kreisstadt Kempten traten beim bundesweit größten Nachwuchswettbewerb der Grünen Berufe in der Sparte Landwirtschaft auf Landkreisebene an, um sich in handwerklichen Fertigkeiten, fachspezifischen und auch allgemeinen Aufgaben mit ihren Mitbewerbern zu messen. Über 2000 junge bayerische Aus- und Fortzubildende der Land- und Forstwirtschaft, der Hauswirtschaft und der Winzer nahmen an dem insgesamt deutschlandweiten Wettbewerb teil. 

Die Jugendlichen mussten sich Prüfungsaufgaben aus drei Bereichen stellen. Handwerkliches Geschick war beim Reifenwechsel gefordert und praxisorientierte Fachkenntnisse für die Bestimmung verschiedener Samen, Düngemittel und Werkzeuge. Im Rahmen einer schriftlichen Prüfung sollten die Prüflinge fachliche Fragen zu Pflanzennährstoffen und Bodenarten, Tierhaltung und Verarbeitung von Lebensmitteln sowie unterschiedliche Aufgabenstellungen zu einem breit gefächerten Allgemeinwissen aus den Bereichen Geographie und Gesellschaft, Politik und Kultur, Biologie und Chemie beantworten. Da auch die Kommunikationsfähigkeit und die soziale Kompetenz für den Landwirt in der Öffentlichkeit immer wichtiger seien und heute zu einer fundierten Ausbildung gehören, sollten die jungen Menschen ihren Ausbildungsbetrieb in einer kleinen fünfminütigen Präsentation vorstellen. 

Alle absolvierten Prüfungen wurden von jeweils zwei Richtern pro Prüfling bewertet. Die verschiedenen Aufgaben dieses Berufswettbewerbes sollten widerspiegeln, welche Kompetenzen in der heutigen Zeit in den Grünen Berufen gefordert sei, um auch später im Berufsleben erfolgreich sein zu können, so der Bayerische Bauernverband. Das Berufsbild der Landwirtschaft hat sich total gewandelt, der Betriebsleiter einer Landwirtschaft muss sich ganz neuen Herausforderungen stellen, um dem Strukturwandel, der durch die Digitalisierung noch schneller voranschreitet, gerecht zu werden, dafür bedarf es einer bodenständigen Ausbildung, so Alfred Enderle, Vorstand des Bayerischen Bauernverbandes Schwaben. Die jungen Nachwuchskräfte sollen in ihrem Handeln bestärkt, mit neuem Wissen versorgt und einen optimistischen Blick in die Zukunft aufgezeigt bekommen. 

„Die duale Ausbildung ist ein Spiegelbild der Leistungsfähigkeit, um die wir europaweit beneidet werden“, sagt Schulleiter Hans Etzler. Dies wird auch durch Austauschprogramme bestätigt, wie die Einladung nach Südkorea zur asiatischen, Grünen Woche gemeinsam mit dem Bauernverband. Die drei besten Teilnehmer wurden mit Urkunde und Preisen prämiert. Den 1. Platz belegte Troj Silas, den 2. Platz Sophia Trittenbach und den 3. Platz Gabriel Ruppaner. Für die drei Sieger geht es nun in die nächste Runde zum Bezirksentscheid in Landsberg am 19. März. Danach steht der Landesentscheid und dann das große Finale – der Bundesentscheid, Anfang Juni an verschiedenen Austragungsorten in Bayern an. Auch alle anderen Teilnehmer erhielten eine Urkunde und Sachpreise, die von Unternehmen aus der Region gesponsert wurden.

Christine Reder

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