Dreikönigstreffen der Ballonfahrer lockt rund tausend Besucher an

Kaiserwetter und Farbenzauber

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Das Ballonglühen lockt am Dreikönigstag viele Besucher an.

Isny – Den diesjährigen Erfolg der Veranstaltung kann man dem Kißlegger Helmut Seitz, Chef vom ältesten Unternehmen der Ballonschifffahrt der Region, durchaus gönnen. Der dritte Anlauf zu einem Dreikönigstreffen der Ballonfahrer in Isny klappte vergangene Woche hervorragend.

Alles was so einen Tag ausmacht, kam zusammen: strahlender Sonnenschein, gute Sicht, fast Windstille in Bodennähe und eine Reihe von Ballonen und Flugkapitänen, die sich wirkungsvoll präsentieren konnten. Schon früh am Dreikönigstag waren die ersten Ballons unterwegs und wurden für die zeitige Arbeit beim Aufrüsten mit grandioser Sicht belohnt. In den Vormittagsstunden wurde die Wiesenfläche zwischen Isny und Neutrauchburg erst einmal geschont, denn immerhin hatte man sich für diesen Tag noch mehr vorgenommen. 

Trotz Sonneneinstrahlung blieb der Untergrund relativ fest und ließ sich am Nachmittag auch von den Begleitfahrzeugen der Luftschiffer problemlos befahren. Drei Luftschiffe waren an diesem Nachmittag auf der Wiese zu bestaunen. Die eine Mannschaft war aus Tegte in Niedersachsen angereist und zwei der Luftschiffe gehören Helmut Seitz, der insgesamt drei besitzt. Immerhin ist er in diesem Metier seit gut 20 Jahren tätig und da reizen derartige Experimente. Im Prinzip hat sich zu den herkömmlichen Heißluftballons kaum etwas geändert, auch Luftschiffe werden mit heißer Luft zum Schweben gebracht, denn die erwärmte Luft im Inneren der Luftgefährte ist leichter als die umgebende Atmosphäre. Dann kommt es aber zum Wichtigsten bei den Heißluft-Luftschiffen: Mit Hilfe eines kleinen Motors und dem Leitwerk sind diese Luftschiffe steuerbar, sie aber punktgenau zu manövrieren ist dann schon wieder eine Sache für sich und erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. 

Die angebotenen Rundflüge über das Rotmoos und Neutrauchburg wurden begeistert angenommen. Mit den lautlosen Fahrten der herkömmlichen Ballone haben Luftschiffe aber nicht viel gemeinsam. Das macht schon Krach, was da in die Lüfte geht, aber ein Erlebnis ist es allemal. Für die kleineren Flugbegeisterten war am Nachmittag Jupp Heim mit seinem Heißluft-Modell gekommen und der elfjährige Ole Kranz aus Neukirch wurde von ihm zum Hilfspiloten ernannt und durfte das Modell über eine halbe Stunde lang selbständig in der Luft halten. Selbst dieses kleine Exemplar hat locker drei Meter Durchmesser in der Ballonhülle. Mit der beginnenden Dämmerung kamen die Luftschiffe an den Boden zurück und selbst den Abbau zu beobachten war ein Erlebnis für sich. Langsam rückten die Teams der Ballone an ihre Plätze. Zehn Ballonfahrer waren zum Ballonglühen angetreten. Zur eingespielten Musik wurden die Ballonhüllen durch die einströmenden Flammen beleuchtet und den erfahrenen Teams war das ganz offensichtlich ein reines Vergnügen im Takt zu bleiben und zum Rhythmus der Musik ein grandioses Schauspiel zu bieten. 

Nicht nur die Sonne strahlte über den Tag. Auch Veranstalter, Mitwirkende und Zuschauer konnten mit dem Ergebnis zufrieden sein und unter den Zuschauern waren auch wieder einige, die irgendwann nun auch einmal in einem Ballon über das Allgäu schweben wollen.

Manfred Schubert

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