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Isnys Partnerstädte vorgestellt

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Bei einem Treffen in der „Alten Gerbe“ stellten die Verantwotlichen der fünf Partnerschaftsausschüsse die Partnerstädte Isnys vor.

Isny – Fünf Partnerschaftsausschüsse gibt es in Isny. Für jede Stadt haben sich andere interessierte Bürger für die jeweiligen Städte eingesetzt, um über die Jahre die Kontakte zu erhalten und mit dazu beizutragen, dass die Länder Europas enger zusammenrücken und man die Vorgeschichte der Partnerstädte verstehen lernt.

Sibylle Lenz hatte die Einführung in den Informationsabend über die fünf Städte übernommen und noch einmal das Ziel von Partnerstädten in verschiedenen Ländern näher definiert. Ein geschichtlicher Rückblick über die Partnerschaften und vor allem auch die Erweiterung der Kontakte in Richtung Osteuropa rundeten das Bild der europäischen Möglichkeiten ab. Dann übergab Lenz an die jeweiligen Partnerschaftsausschüsse in alphabetischer Reihenfolge.

Die Kontakte zu Andrychow in Polen erläuterte Doris Grae-nert, die auch starke emotionale Bindungen zu Andrychow und ihren Bürgern aufgebaut hat und sogar Ehrenbürgerin der Stadt geworden ist. Sie führt die ersten Kontakte auf die Zeit zurück, in der Architekt Morlok 1986 die Begegnungsstätte in Dachau plante und mit den damals Beteiligten regen Kontakt nach Andrychow aufbaute. Seit dieser Zeit ist es mindestens zu zwei größeren Veranstaltungen pro Jahr mit Andrychow gekommen und immer wieder sind Besucher in beiden Richtungen unterwegs.

Mit Flawil in der Schweiz sieht es dann noch einmal anders aus. Da bestehen die ersten Kontakte schon seit 1947, als eine Gruppe Isnyer Kinder nach Flawil für einen Tag eingeladen waren und im Rahmen der großen Aktion der Kirche genau wie Kinder aus Friedrichshafen, Wangen oder Leutkirch einen Tag in der Schweiz verbrachten und reich beschenkt nach Hause zurück kehrten. Noch gibt es Zeitzeugen von diesem denkwürdigen Tag und zwischen Isny und Flawil ist vor allem auch durch die Kontakte von Horst Steinhauser die Verbindung nie ganz abgerissen. 1997 wurde dann die Partnerschaft mit entsprechenden Urkunden besiegelt und Jan Rübsam, der jetzige Leiter des Partnerschaftsausschusses, ist begeisterter Verfechter dieser Partnerschaft. In knapp eineinhalb Stunden ist Flawil von Isny aus zu erreichen und auch umgekehrt sind viele Flawiler zu den verschiedensten Anlässen in Isny.

Weiter ging es zu Notre Dame de Gravenchon, der Partnerstadt in der Normandie. 975 Kilometer sind dorthin zurück zu legen und erst am Kinderfest war auch die neue Bürgermeisterin mit verschiedenen Begleitern in Isny zu Gast. Im Augen- blick hakt es bei den Jüngeren etwas. Die Schüler sind offensichtlich etwas anders orientiert. Es gibt dort nur noch wenige Schüler, die Deutsch als Fremdsprache gewählt haben und auch in Isny lernen gerade nicht allzu viele Französisch. Trotzdem: Die Partnerschaft steht und das seit mehr als 40 Jahren. Der jetzige Vorsitzende der Kommission ist Prof. Dr. Eckard Berger. Es ist etwas schwierig Nachwuchs in die Ausschüsse zu bekommen und eine gewisse Überalterung ist schon bei allen zu verzeichnen.

Zu Street, der kleinen Stadt in England, besteht ein „Dreiecksverhältnis“, denn Street ist gleichzeitig Partnerstadt von Notre Dame de Gravenchon. Hier hat Dr. Veronika Wiedemann-Stahl den Vorsitz übernommen. Seit 1967 also in Kontakt wurde hier die Partnerschaft 1999 besiegelt. Der Partnerschaftsausschuss in Street finanziert sich komplett selbst mit Grillfesten und Flohmärkten, weil sonst keine Mittel dafür zur Verfügung stehen.

Bleibt „last not least“ die finnische Stadt Sotkamo, die bei einer Entfernung von mehr als 2000 Kilometern am schwersten zu erreichen ist und wo außerdem mit Finnisch als Sprache nur schwer umzugehen ist. Das ist ein ganz anderer Sprachstamm und hat so seine Schwierigkeiten in Aussprache und Schrift. Spätestens da merkt man: Am europäischen Gedenken muss noch gearbeitet werden. Regelmäßigen Kontakt hat man aber trotzdem. Spätestens, wenn bei der Schlossweihnacht das Finnenzelt steht und es nach frisch gebratenem Lachs duftet, ist man ein wenig in Finnland angekommen.

Es wäre nach Meinung aller Partnerschaftsausschüsse wünschenswert, wenn sich auch wieder jüngere Isnyer mit in die interessante Arbeit einbringen würden und auch in den Schulen sollte man wieder einmal über einen Schüleraustausch nachdenken. Wenn etwas langsam in die Jahre kommt sollte man es ruhig weiter vorantreiben.

Manfred Schubert

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