Beleuchtungsinitiative der Stadt: Gehwege werden unter die Lupe genommen

Einige Wege sind zu dunkel

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Damit der untere Bereich des Birkensteigs künftig besser ausgestrahlt wird, wird die Abschirmung in der untersten Laterne herausgenommen und eine Glasreinigung durchgeführt. Eventuell wird noch eine zusätzliche Leuchte aufgestellt.

Kempten – Auf verschiedenen Wegen erreichen die Stadt immer wieder Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern zu unterschiedlichen Themen. Zuletzt ging es immer wieder um die Beleuchtung von Gehwegen im Stadtgebiet. Aus diesem Grund hat die Stadt nun eine Beleuchtungsinitiative gestartet und lud die Bürger am Dienstagabend zu Ortsterminen an drei verschiedenen Standorten ein – Gehweg zwischen Isnyer Straße und Lindauer Straße, Birkensteig und Fußweg zur Ludwigshöhe von der Tiefenbacher Straße.

Knapp 10.000 Straßenlaternen sind derzeit in Kempten aufgestellt. Diese kosten rund 120.000 Euro an Unterhalt im Jahr und verursachen etwa 470.000 Euro an Stromkosten. „In erster Linie sind die Hauptwege beleuchtet“, erklärte Markus Wiedemann, Leiter des Amts für Tiefbau und Verkehr, beim ersten Ortstermin in der Isnyer Straße, zu dem sich wohl aufgrund des Wetters keine Bürger einfanden. Nachrüstungen können jedoch immer thematisiert und bei Bedarf auch umgesetzt werden. Die Kemptener können sich jederzeit mit ihren Anliegen an die Stadt wenden.

Gehweg Isnyer Straße 

Der Weg, der von der Wohnbebauung in der Isnyer Straße zur Lindauer Straße führt, ist derzeit noch unbeleuchtet. Doch Wiedemann und Andreas Rimmel, Zuständiger für die Straßenbeleuchtung im Amt, hatten gute Nachrichten. Dieser Weg sei im Beleuchtungskonzept für dieses Jahr drin und werde noch im Frühjahr umgesetzt. „Hier kommen drei Leuchten im Abstand von circa 30 Metern hin. Die letzte dort, wo sich der Weg gabelt“, so Rimmel. Die neuen Laternen werden mit einem Bewegungsmelder ausgerüstet, sodass die Leuchten nur zu 100 Prozent an gehen, wenn jemand vorbei läuft. Ansonsten beträgt die Leuchtkraft nur fünf Prozent, sodass kaum Stromverbrauch entsteht.

Birkensteig 

Am Birkensteig zwischen Stuibenweg und Lessingstraße wurde bemängelt, dass der untere Bereich des Birkensteigs zu wenig ausgeleuchtet wird. Dass dort nicht mehr viel Licht ist liegt daran, dass die unterste Laterne eine Abschirmung zur Wohnbebauung hin hat. Die Stadt wird diese Abschirmung nun herausnehmen und eine Gläserreinigung durchführen und hofft, dass es dann hell genug ist. Wenn nicht, wird wahrscheinlich eine weitere Laterne installiert.

Fußweg zur Ludwigshöhe 

Je weiter es von der Fußgängerbrücke über den Ring in die Ludwigshöhe hoch geht, desto dunkler wird es. Woran das liegt, zeigte und erklärte Rimmel vor Ort. Viele Leuchten, die den Weg im Dunklen ausleuchten sollen, stehen auf Privatgrund und werden dort von Büschen und Sträuchern verdeckt, was bei Zweien deutlich zu erkennen war. Die Grundstückseigentümer werden zwar von der Stadt darauf hingewiesen, dass sie die Laternen entsprechend freischneiden müssen, doch in diesem Fall wird die Stadt einen Kompromiss vorschlagen: die Leuchten werden direkt an den Weg heran gesetzt und es werden zusätzliche Leuchten installiert. Die Anwohner sind dann für das regelmäßige Freischneiden zuständig.

„Wir haben natürlich auch noch andere Wege im Fokus“, so Wiedemann abschließend. Über weitere Maßnahmen in Sachen Beleuchtung wird die Stadt künftig in Mitteilungen informieren.

Melanie Weidle

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