Beliebte Stadtbücherei

Anette Schmid, Leiterin der Stadtbücherei. Foto: Schubert

Anette Schmid, Diplom- Bibliothekarin und Leiterin der Isnyer Stadtbücherei, hatte bei der Vorstellung ihres Jahresberichts im Ausschuss für Finanzen und zentrale Dienste allen Grund mit der im Jahre 2011 geleisteten Arbeit zufrieden zu sein. Zusammen mit ihren zwei Mitarbeiterinnen, Buchhändlerin Katja Grob und Bibliotheksangestellte Bianca Hochstein, hält sie in freundlicher und professioneller Manier den Betrieb am Laufen, auch wenn das vergangene Jahr nicht gerade leicht zu bewältigen war.

Zunehmend machen sich die räumlichen Gegebenheiten bemerkbar. Immerhin gibt es schon einen Silberstreifen am Horizont, denn die Stadt beabsichtigt nun wohl endgültig einen Neubau zu erstellen. Dadurch würden auch die Kunden der Bücherei nicht mehr über die Enge und Gedrängtheit eingeschränkt werden, aber bis dahin wird alles beim Alten bleiben. Bei den Ausleihzahlen konnte Schmid erfreuliches vermelden: 86 005 Ausleihen von unterschiedlichen Medien gab es im vergangenen Jahr. Das sind rund 450 Ausleihen an jeden Öffnungstag. Für Schmid ist die Stadtbücherei ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Infrastruktur, da sie aufgrund der zahlreichen Besucher seit Jahren ein Frequenzbringer im Stadtzentrum ist. Der Bestand an Medien in der Bibliothek insgesamt beträgt zurzeit 20 832. Zeitschriften und Zeitungen im Abo gibt es 39. 2016 Neuzugänge waren im vergangenen Jahr zu verzeichnen, ausgesondert aus dem Bestand wurden dagegen 3181 Medien. 2703 Entleiher mit Leseausweis wurden von der Statistik erfasst, wobei es häufig der Fall ist, dass auf einer Karte Bücher für mehrere Personen ausgeliehen wurden. Die vielen Besucher, die in der Stadtbücherei etwas nachschlagen, Zeitungen und Zeitschriften lesen, den Internetzugang nutzen oder Fotokopien machen, sind gar nicht mitgezählt. Das Personal der Stadtbücherei hatte zeitweise auch noch Helfer von den Schulen. Ruth Eschensberger, Carmen Weiland, Janita Inhofer und Catarina Dauzenroth waren Hilfen bei der Regalordnung und Medienpflege mit vier bis sechs Stunden pro Woche. Außerdem waren sechs Schülerinnen im Rahmen eines Berufspraktikums in der Bücherei tätig. Diese Angaben waren Teil des Jahresberichtes und beeindruckten die Gemeinderäte im Ausschuss für Finanzen und zentrale Dienste. Gute Ergebnisse Bürgermeister Rainer Magenreuter ist sich sicher, dass die Stadtverwaltung und der Gemeinderat sich im positiven Sinne in der nächsten Zeit noch häufiger mit der Stadtbücherei beschäftigen werden. Hier zu einer allen gerechten Lösung zu kommen und für Großzügigkeit und einem angenehmeren Ambiente zu kommen, ist nun endgültig ein Anliegen. Eine Umfrage von der Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen im Regierungs- präsidium Tübingen brachte klare Ergebnisse: 177 Besucher der Stadtbücherei Isny haben die Bögen ausgefüllt und einmal mehr die Zufriedenheit der Kunden mit der Kompetenz der Mitarbeiterinnen, dem hohen Stellenwert der individuellen Beratung bestätigt. Über 70 Prozent der Befragten verbinden mit dem Besuch der Stadtbücherei auch gleich einen Einkauf. Fast 90 Prozent fanden die Atmosphäre in der Stadtbücherei angenehm, viele treffen sich im Anschluss daran mit Freunden oder Bekannten in der Stadt. Das Fazit fällt nicht schwer: Die Stadtbücherei wird gut angenommen und wenn von der Stadt Geld in die Hand genommen wird, um diese Situation noch zu verstärken, ist viel zur Lebendigkeit in der Stadt beigetragen. Die Gemeinderäte dankten für die umfassende Information und freuten sich über die positive Imagepflege auf diesem vielfach geachteten Posten.

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