Hilfe für Kinder in Not

Benefizkonzert für CCARA im Isnyer Kurhaus

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Einige der Zuhörer hatten sicher Blasen an den Händen. Klatschen konnte man fast ununterbrochen.

Isny – Heike und Roman Maurus aus Neutrauchburg haben eine besondere Geschichte präsentiert bekommen, als sie im Dezember nach Indien reisten. Am 25.Dezember kamen sie in Indien an und wären wirklich gerne am Strand in einem Hotel untergekommen, doch dort war für sie kein Zimmer mhr frei und sie mussten ein Quartier in der Stadt im Hinterland suchen.

Am zweiten Tag ihres Aufenthalts brach dann der Tsunami über die Küstenregion herein, verwüstete den gesamten Landstrich und die Toten gingen in die Tausende. Das war für das Ehepaar wie ein Wink des Schicksals. Als sie dann noch in den ländlichen Regionen unterwegs waren und die Armut der Bevölkerung sahen, war ihnen klar, dass hier Hilfe nötig war. Besonders auf die Lage der Mädchen und Frauen in Slums, Leprasiedlungen und eben auf dem Lande richteten sie ihr besonderes Augenmerk. Meist sind es Menschen aus den untersten Kasten, die kaum eine Chance auf ein menschenwürdiges Dasein haben. Sie stehen auf der letzten Stufe der Wahrnehmung und Frauen und Mädchen sind da nichts wert. 

Mit ihrer Hilfe haben sie spontan angefangen. Sie verhalfen acht Mädchen zu einer kleinen Chance. Das Unterfangen ist aber gewachsen und gewachsen und heute sind es 800 Kinder in zwei Kinderheimen (80 Prozent davon sind Mädchen), dazu kam die Einrichtung von Schulen, Hilfe in Lepraheimen und ein eingerichtetes Witwenheim. Darum kümmern sich Heike und Roman Maurus längst nicht mehr allein und suchen laufend Paten für ihre Hilfseinrichtung.

Wenn Sie darüber mehr erfahren möchten, dann wenden sie sich an die Postadresse: Maurus – Panoramastr.2 88316 Isny im Allgäu oder an die E-Mail-Adresseccara-office@ web.de

Nun aber zum Konzert an sich: Da haben sich auch in diesem Jahr die richtigen Jazzer zusammengefunden. Tom Wagner am Schlagzeug, Gunter Bünger am Bass, Volker Bracke mit dem Tenorsaxophon, Dieter Müller am Saxophon und Markus Kimmich an den Gitarren sorgten für einen Sound, bei dem man die Augen schließen konnte und sich wie in New Orleans fühlte. 

Dwan Rajo hatten sie bei „The children of Sunchez“ als Sänger dabei und damit alles geboten, was einem bei der Musik nur einfallen kann. Auch der Kemptener Jazz Chor war mit „kleiner Besetzung“ mit dabei und bei „What a wonderfull World“ konnte man recht ins Schwärmen kommen. Insgesamt ein einmaliger Parforceritt durch die Welt des Jazz mit Solopassagen von Weltqualität bis zum überhaupt Möglichen. Besonders erstaunlich auch die Länge des Konzerts. Mehr als drei Stunden konnten die Zuhörer sich davon fesseln lassen und eigentlich findet so ein Konzert ja gar keinen Schluss. Sollte im nächsten Jahr wieder eine derartige Veranstaltung möglich sein, wären allerdings mehr Zuhörer wünschenswert. Wer da war hat es genossen und hoffentlich kam auch genug Geld in die Kasse von CCARA.

Manfred Schubert

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