Mitten ins Herz

Pop und Poesie und zwischen den Zeilen Gott

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In Eintracht für eine bessere Welt.

Isny – Das war nicht irgendein Benefizkonzert, bei dem man am Schluss in den Geldbeutel greift und mit einem mehr oder weniger großen Scheinchen sein Gewissen beruhigt, weil man gerade etwas Gutes getan hat.

Nein, hier hat sich ein Ensemble zusammen gefunden, das für seine Leistung große Anerkennung verdient und mehr erreichen will, als „nur“ einem Kinderdorf auf den Philippinen bei seiner schwierigen Arbeit zu helfen. 

Stephanie Bauer hat die Reihe der Benefizkonzerte ins Leben gerufen und, gestützt auf viele Freunde, versucht, nicht nur die Ohren, sondern auch die Herzen der Menschen zu erreichen. 16 Monate hat sie in die Vorarbeit gesteckt und zusammen mit Wenzel Langenmayer als musikalischem Leiter in zwei Monaten einen Chor auf die Beine gestellt, der hoffentlich erhalten bleibt und auch zu anderen Gelegenheiten den Zuhörern Freude macht. Die Kirche Sankt Maria in Isny war bis zum letzten Platz auf den Bänken gefüllt und das war nun so ganz im Sinne der Veranstalter. 

Die Moderation und die Zwischentexte hatte Pfarrer Stephan Ziegler übernommen und auch ihm ist es gelungen, diesen Abend zu etwas ganz Besonderem zu machen. Warum nun das Kinderdorf Mariphil auf den Philippinen? Eine ganze Reihe von ehrenamtlichen Helfern aus der Region Isny und Argenbühl hat dort schon mitgearbeitet und deshalb ist es Ehrensache, etwas für dieses Kinderdorf zu tun, wenn man auch sicher sein kann, dass dorthin geschicktes Geld auch wirklich den Kindern zugutekommt. 

Im Chor von Sankt war eine Großleinwand aufgebaut, deren Bilder und Filme eine deutlichere Sprache sprachen als ein nackter Text. Sie waren zusammen mit den Songs des Konzerts eine Einheit, zusammen mit den Texten von Pferrer Ziegler ein zwingender Appell an jeden Menschen. Über das Ganze aber ist unüberhörbar der Trost, die Hoffnung und der Glaube gestellt. Nicht nur der Glaube an Gott, sondern auch der Glaube an die Möglichkeit einer besseren Welt, wenn alle Menschen bereit wären, ihren Teil dazu beizutragen. Sollte es einen nicht in diese Richtung bewegen, so ist es auf jeden Fall ein gelungenes Konzert und ganz ehrlich: 

Unbewegt wird man den Raum nicht verlassen. Weitere Aufführungen finden am Sonntag, 17. Februar, um 19 Uhr in St. Blasius in Weiler, am 13. Oktober um 19 Uhr in Ravensburg in St. Jodok und am 3. November um 19 Uhr noch einmal in St. Maria in Isny statt. Auch das ist fast noch zu wenig. So etwas gehört ins Fernsehen und da zur besten Sendezeit. 

Manfred Schubert

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