Wohnungen statt Grün

Auf der Ludwigshöhe könnten Eigentums- und Mietwohnungen entstehen

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Dieser Bolzplatz auf der Ludwigshöhe wird unter Umständen wegfallen, da in der Nähe vier weitere genutzt werden können. 

Kempten – Auf der noch unbebauten Grünfläche am südlichen Abschnitt der Breslauer Straße „Auf der Ludwigshöhe“, auf der sich derzeit ein Spiel- und ein Bolzplatz befindet, könnten Miet- und Eigentumswohnungen entstehen.

Das Grundstück befindet sich im Eigentum der Katholischen Pfarrkirchenstiftung Mariä Himmelfahrt. In Kooperation mit der BSG-Allgäu soll nun ein Planverfahren ausgelobt und fünf Architekturbüros mit der Ausarbeitung eines städtebaulichen Planungskonzepts beauftragt werden. Die Grünfläche ist insgesamt rund 10.400 Quadratmeter groß, maximal 7600 Quadratmeter davon könnten laut Auslobung bebaut werden (Osten des Grundstücks). Der bestehende Spielplatz soll an der nordöstlichen Ecke bestehen oder wieder positioniert werden, die Bolzfläche würde wegfallen. Laut Stadtplanungsamtsleiterin Antje Schlüter sind im Umkreis von rund 500 Metern vier weitere Bolzplätze vorhanden.

Mehr Grünfläche erhalten

Grundsätzlich steht die Verwaltung laut Schlüter einer Bebauung der Grünfläche positiv gegenüber. 7600 Quadratmeter können aus Sicht der Stadt jedoch nicht bebaut werden, es soll mehr Grünfläche erhalten bleiben. Einen Beschluss wollten einige Stadträte noch nicht treffen. „Über das Maß der baulichen Nutzung möchte ich heute nicht entscheiden, ich bin für ein gebremstes Tempo“, meinte CSU-Fraktionschef Erwin Hagenmaier. Es gebe noch Gesprächsbedarf in den Fraktionen und man wolle auch vor Ort mit den Nachbarn noch ins Gespräch kommen. Außerdem bat er die Verwaltung darum abzuklopfen, ob es wirklich keinen Bedarf für eine/n Kinderkrippe/Kindergarten in diesem Bereich gebe.

„Grundsätzlich könnte ich einer Bebauung näher treten, wir haben immer noch starken Bedarf an Wohnraum“, betonte Siegfried Oberdörfer (SPD). Theo Dodel-Hefele (Grüne) pressierte es nicht, er wolle sich das gerne vor Ort anschauen. OB Thomas Kiechle entschied daraufhin, dass noch kein Beschluss getroffen wird, er wollte den Fraktionen Zeit geben, alle Fragen zu klären und in den Austausch mit den Bürgern zu gehen.

Melanie Weidle

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