"Eure Fähigkeiten werden gebraucht"

Berufsschule I verabschiedet Absolventen

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Besonders leistungsstarke Schüler wurden mit dem Schul- oder Staatspreis ausgezeichnet.

Waltenhofen – Für 336 junge Menschen beginnt nun ein neues Kapitel in ihrem Leben. Denn genau diese Anzahl an Auszubildenden wurde bei einer Feierlichkeit der Staatlichen Berufsschule I Kempten in der Mehrzweckhalle in Waltenhofen am vergangenen Donnerstagabend entlassen. 229 von ihnen absolvierten ihre Ausbildung in der Industrie. 107 in Handwerksbetrieben.

„Die Ausbildung 4.0 ist für die Schulen und Betriebe eine große Herausforderung, die wir gemeinsam meistern werden“, zeigte sich Oberstudiendirektor Hanns Deniffel in seiner Begrüßungsrede zuversichtlich und bedankte sich beim anwesenden Oberallgäuer Landrat Anton Klotz, dass sich die BS I seit Kurzem als Exzellenzschule 4.0 bezeichnen darf. Im Rahmen dieses Pilotprojekts erhalten die beteiligten Modellschulen zusätzliche Fördermittel für die technische Ausstattung, die eine moderne Ausbildung in einer digitalen Berufswelt ermöglicht. So ist sich Deniffel sicher: „Eure Fähigkeiten werden im Allgäu dringend gebraucht.“

„Man kann nur etwas erreichen, wenn man sich selbst zutraut, etwas zu erreichen. Das haben Sie geschafft. Mit dem Abschlusszeugnis halten Sie ein Stück Zukunft in der Hand“, gratulierte der Landrat die Absolventen und ermutigte diese zeitgleich dazu, sich auch künftig weiterzubilden und Engagement im Unternehmen und darüber hinaus zu zeigen. 

Fred Schratt von der Firma Albrecht Elektrotechnik GmbH in Immenstadt stimmte bei seiner Festrede den gleichen Tenor an. „Man hat viel gelernt, aber das hört danach im Betrieb nicht auf“, so der Gruppenleiter der Prüftechnik. Während seiner Ansprache empfiehlt er den ehemaligen Auszubildenden internationale Erfahrungen mitzunehmen, fremde Kulturen zu entdecken und vor allem die englische Sprache zu erlernen. Hinsichtlich der Digitalisierung prophezeite er: „Wer diese in Deutschland verschläft, wird in den nächsten Jahren international abgehängt werden“ und ergänzte, dass durch den Digitalisierungsprozess Berufe verschwinden werden. „Aber nicht eure Berufe, solange ihr offen für die Themen der Zukunft seid.“ 

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Ehrung der Preisträger. Insgesamt 19 Schüler erhielten als Klassenbeste mit einem Abschlusszeugnisschnitt besser als 2,0 den Schulpreis. 23 Schüler hatten einen Notendurchschnitt von 1,50 oder besser und wurden mit dem Staatspreis ausgezeichnet. Bestnoten erzielten dabei Niko Weinhart als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, der Industriemechaniker Johannes Albrecht und Robin Moser, Fachinformatiker im Bereich der Anwendungsentwicklung, die sich zusätzlich über einen Geldpreis freuen durften.

Dominik Baum

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