Besondere baukulturelle Qualität

Für das neue Kraftwerk in der Keselstraße erhielten die Architekten nun erneut eine Auszeichnung. Foto: AÜW

Der 1971 ins Leben gerufene Deutsche Architekturpreis wurde nach einer vierjährigen Pause heuer wieder ausgeschrieben. Der mit 30 000 Euro dotierte Deutsche Architekturpreis geht heuer an David Chipperfield Architects in Zusammenarbeit mit Julian Harrap für das Projekt „Wiederaufbau Neues Museum“ in Berlin. Über 5000 Euro darf sich dagegen das Kemptener Büro becker architekten für die Gestaltung des neuen AÜW-Wasserkraftwerks in der Keselstraße freuen.

Die international besetzte Jury vergab neben dem Deutschen Architekturpreis fünf weitere mit jeweils 5000 Euro dotierte Auszeichnungen. Eine dieser Auszeichnungen erhält das Büro becker architekten aus Kempten für das AÜW-Wasserkraftwerk in der Kemptener Keselstraße. „Wir sind auf jede Auszeichnung stolz. Aber auf diese ganz besonders. Schließlich handelt es sich beim Deutschen Architekturpreis um die höchste und renommierteste nationale Auszeichnung“, fasste Michael Becker die gute Stimmung bei seinem Team und beim Bauherren AÜW zusammen. „Mit dem Deutschen Architekturpreis werden für die Entwicklung des Bauens in unserer Zeit beispielhafte Bauwerke oder Gruppen von Gebäuden und Außenräumen ausgezeichnet, die im Zusammenhang einen hohen städtebaulichen Wert haben. Sie sollen eine besondere baukulturelle Qualität aufweisen bzw. von vorbildlichem Umgang mit der Sanierung und Modernisierung historischer Bausubstanz zeigen“, heißt es im Auslobungstext der Ausschreibung. Diese Parameter erfüllt das 2010 fertiggestellte Laufwasserkraftwerk an der Iller nach Ansicht der Jury in besonderer Weise. Die außergewöhnliche und eigenständige Architektursprache sowie die städtebauliche Einbindung machen das AÜW-Wasserkraftwerk zu einem bemerkenswerten Meilenstein für regenerative Energiepolitik. Der bedeutendste deutsche Architekturpreis wird 2011 erstmals vom Bundesbauministerium, gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer, vergeben. Der Preis wird künftig wieder alle zwei Jahre vergeben. Die feierliche Preisverleihung durch Bundesbauminister Peter Ramsauer findet am 13. Oktober im Albertinum in Dresden statt.

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