Es war Liebe auf den ersten Blick

Ein besonderes Geschenk zum 80. Geburtstag der Künstlerin Waltraud Janzen

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Die Künstlerin Waltraud Janzen mit ihrem Werk „Zugeknöpft“, das einen mit einem von Knöpfen übersäten Kleid überzogenen Stuhl zeigt.

Kempten – Bereits am 21. Februar durfte die mehrfach ausgezeichnete Kemptener Künstlerin Waltraud Janzen ihren 80. Geburtstag feiern. Nun gab es nachträglich von Ingrid Jähnig, einer guten Freundin von Janzen und ihrer Kunst, ein weiteres Geburtstagsgeschenk, an dem sich die gesamte Kunstwelt erfreuen kann. Die Rede ist von der Kunstausstellung „Mit Faden, Feder, Feuer“, die am vergangenen Freitagabend mit einer musikalisch eingebetteten Vernissage im Hofgartensaal der Residenz festlich eröffnet wurde und noch bis zum 26. Mai täglich von 11 bis 18 Uhr besucht werden kann.

„Frau Janzen wird in unserer Stadt sehr geschätzt – als Künstlerin und vor allem auch als Mensch“, würdigte Silvia Schäfer, vormals Rupp, als Kulturbeauftragte der Stadt die Leistungen der gebürtigen Stuttgarterin, die seit 1988 in Kempten zu Hause ist und verglich Janzens Schaffen mit einem Zitat des Dichters und Zeichners Wilhelm Busch, der Kunst als „Verzierung unserer Welt“ beschrieb. Mit ihren vielfältigen Werken, die einen ganz eigenen Charakter hätten, leiste sie genau das und trage zu einer bunteren sowie interessanteren Welt bei, indem ihre Kunst zum Nachdenken und Staunen anrege, so die Stadträtin weiter. 

Als „Liebe auf den ersten Blick“ bezeichnete die ehemalige Stadträtin Ingrid Jähnig ihren Bezug zu Waltraud Janzens Kunst, die ihren ersten roten Punkt in ihrem Leben dem Bild „Malvenblüten“ schenkte, welches begeisternd schön für sie sei. 

„Mit Faden, Feder, Feuer – und ich ergänze mit unerschöpflicher Phantasie und Geduld, größter Disziplin, ganz viel Hintersinn und Humor“, bescheinigte Jähnig der Künstlerin eine Bandbreite an ihre Kunst bereichernden Eigenschaften und zählte die scheinbar unerschöpflichen Materialien und Verarbeitungsformen auf, die diese in ihren Werken zur Geltung bringe. Besonders angetan war sie von dem mit einem Kleid überzogenen, durch und durch mit Knöpfen versehenen Stuhl, der „so unsichtbar und doch in seiner Funktion sofort erkennbar gemacht“ sei. 

Auch Janzens Mann, Dr. Gerd Janzen, richtete auf Bitten seiner Frau ein paar kurze Worte an die zahlreich erschienenen Gäste. „Kunst ist schön, macht aber auch viel Arbeit. Dies erfuhr insbesondere meine Frau“, meinte dieser und bezog sich auf die vielen Exponate, die über viele Jahre hinweg entstanden seien. „Ich hoffe, dass Sie daran Ihre Freude haben.“ Er bedankte sich außerdem bei der Flötistin Susanne Eyhorn, die unter anderem Stücke des Lieblingskomponisten seiner Frau, Johann Sebastian Bach, zum Besten gab. 

Auf die Frage, wie es zur Vielfalt ihrer Kunstwerke gekommen sei, erzählte die Künstlerin bescheiden: „Sie ergibt sich ganz einfach. Jedes Material hat seinen Reiz und liefert selbst die Ideen. Man weiß sofort, was man daraus machen muss“, wobei Janzen das letzte Wort mit einer Selbstverständlichkeit betonte.

Dominik Baum

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