Neue Hauptabteilung

1. Allgäuer Lungentag am Klinikum

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Das Interesse der niedergelassenen Allgemein- und Lungenfachärzte der Region war groß am 1. Allgäuer Lungentag, der diese zu Fachvorträgen zur Behandlung von Lungenkrankheiten ins Klinikum Kempten-Oberallgäu eingeladen hatte.

Kempten – Im Zuge der Zusammenlegung der ehemaligen Robert-Weixler-Klinik mit einigen anderen Allgäuer Kliniken zum Klinikverbund Kempten-Oberallgäu entstand unter anderem im Jahr 2014 auch die Klinik für Pneumologie, Thoraxonkologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin.

Diese neue Hauptabteilung ist mit den beiden Standorten am Klinikum Kempten, inklusive Ärztehaus und an der Klinik in Immenstadt bestens für eine möglichst regionale Versorgung im Allgäu aufgestellt. Neuer Chefarzt dieser auf Lungenerkrankungen spezialisierten Fachklinik wurde Prof. Dr. med. Christian Schumann, der zuvor erfolgreich in Ulm in den oben genannten medizinischen Bereichen wirkte.

Die Klinik für Pneumologie, Thoraxonkologie und Schlaf- und Beatmungsmedizin lud am vergangenen Wochenende niedergelassene Haus- und Lungenfachärzte zum 1. Allgäuer Lungentag ins Ärztehaus am Klinikum Kempten ein. Einen halben Tag lang wurde den rund 120 erschienenen Ärzten aus der Region Fachvorträge aus den Bereichen Thoraxonkologie (Lungenkrebs), Lungenfibrose und Lungenhochdruck, Asthma, COPD und Lungenemphysem sowie Referate zu den neusten Verfahren bei Atemaussetzern geboten. Unter anderem referierten Dr. Thomas Miksch, Oberarzt, Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß-, Thorax- und Kinderchirurgie am Klinikum Kempten sowie Dr. Udo Zimmermann, Leitender Arzt der Strahlentherapie Kempten, und der Chefarzt der Pneumologie und Thoraxonkologie, Prof. Dr. Christian Schumann.

Im Umfeld der Veranstaltung konnten sich die Allgemein- und Lungenfachärzte auch an Ständen pharmazeutischer Unternehmen über neueste Entwicklungen und medizinische Produkte zur Behandlung von Lungenerkrankungen informieren. „Lungenerkrankungen nehmen an Häufigkeit und Schwere stetig zu. Eine besondere Herausforderung an den Klinikverbund Kempten-Oberallgäu ist es, die medizinisch stationäre Versorgung von Patienten mit allen Lungenerkrankungen höchst kompetent und zugleich regional anzubieten”, so Prof. Dr. Christian Schumann, Chefarzt der neuen Klinik für Pneumologie und Thoraxonkologie.

An beiden Standorten im Allgäu, in Kempten und in Immenstadt, können Lungener- krankungen sowohl im Bereich der Diagnostik (flexible und starre Bronchoskopie, Bodyplethysmographie und Spiroergometrie) als auch der Therapie mit modernster Medizintechnik und qualifizierter Manpower auf höchstem Niveau behandelt werden. Zudem hält der Standort Kempten ein hochmodernes Schlaflabor zur Untersuchung von Atmungsstö- rungen bereit. „Das ist auf der einen Seite praktisch für die Patienten, als auch für die Angehörigen, da weite Wege nach Ulm oder München nun überflüssig werden”, erklärt Angela Brändle, Leiterin des Chefarztsekretariats.

Bei der Entstehung schwerer Lungenkrankheiten, wie Lungenkarzinomen, ist immer auch das Rauchen eine der Hauptursachen. Karzinogene Inhaltsstoffe des Tabakrauchs können genetische Veränderungen hervorrufen und so ein unkontrolliertes Zellwachstum auslösen. Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsart bei Männern und die bereits zweithäufigste bei den Frauen. Zudem ist ein Therapieerfolg bei durch Rauchen (Feinstaub, Asbest u.a.m.) vorgeschädigten Lungen auch bei anderen Lungenerkrankungen weitaus geringer. So rückte an diesem 1. Allgäuer Lungentag neben vielen anderen fachlichen Erkenntnisszuwächsen aus der Pneumologie, Thoraxonkologie und der Schlaf- und Beatmungsmedizin auch wieder die Tatsache ins Bewusstsein der Ärzte, wie wichtig es ist, vor dem Rauchen zu warnen.

Der Allgäuer Lungentag soll zukünftig turnusmäßig ein Mal im Jahr stattfinden.

Jörg Spielberg

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