Bestnoten für den Einzelhandel

Erfreuliche Nachrichten für die Stadt Kempten enthält die aktuelle Studie zur Einzelhandelszentralität der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK): Die Allgäu-Metropole gehört bundesweit wieder zu den Top 10 bei der Einzelhandelszentralität 2012 und damit zu den Standorten mit der stärksten Einzelhandelsanziehungskraft, berichtet das größte deutsche Marktforschungsinstitut. Außerdem ist der Einzelhandelskaufkraftindex erneut gestiegen.

„Diese seit vielen Jahren stabil sehr guten und teils steigenden Zahlen bestätigen die hohe Attraktivität Kemptens als Einkaufsstadt und deren gute Absatzchancen für den Einzelhandel – und dies zeigt uns auch, dass unsere langfristige Strategie zur Stärkung der Innenstadt zielführend ist“, so OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Laut GfK weist die Einzelhandelszentralität die Anziehungskraft und Attraktivität einer Stadt als Einzelhandelsstandort – also die Sogwirkung in der Region – aus. Den neuesten Zahlen zufolge steht die Stadt Kempten hier an neunter Stelle von allen 402 bundesweit erfassten Städten und Kreisen. Aktuell gibt die GfK die Prognose von 179,1 für Kempten. Ein Wert von 100 bedeutet, dass der Kaufkraftzufluss dem Kaufkraftabfluss entspricht – also vor Ort genauso viel Kaufkraft abgegeben wird wie vorhanden ist. Ist diese Ziffer höher, fließt mehr Kaufkraft von außen in die Stadt, sprich: Mehr Menschen kaufen in Kempten ein als in der Stadt wohnen. Für die Stadt bedeutet dies: Die Einzelhändler ziehen fast 80 Prozent zusätzlicher Kaufkraft von außerhalb an. Richtige Strategie Laut GfK beträgt die Kennziffer bei bundesweit 158 Kreisen/Städten über 100 und bei 244 Kreisen unter 100. „Naturgemäß liegen überwiegend Stadtkreise vorn, denn hier ballt sich der Einzelhandel und verstärkt somit die Sogkraft auf das Umland“, erklärt die GfK. Dass dann die Spitzenplätze hier von Städten wie Straubing, Weiden, Passau und eben auch Kempten und nicht von den Metropolen Berlin, München oder Düsseldorf belegt werden, liegt laut GfK an der Struktur des Umfeldes: Dieses ist bei den aktuellen Top 10 eher ländlich geprägt mit dünn gestreutem Einzelhandelsangebot. Eine wichtige Größe bei der Errechnung der Zentralitäts-Kennziffer in der GfK-Studie ist der Einzelhandelskaufkraftindex: Dieser gibt an, wie viel Kaufkraft in der jeweiligen Region/Stadt vor Ort selbst vorhanden ist. In Kempten beträgt der für 2012 prognostizierte Index 108,3 (2011: 107,4). Bayernweit liegt Kempten hier bereits seit vielen Jahren konstant im oberen Feld und ist Spitzenreiter in Schwaben bei den kreisfreien Städten. Laut GfK wirken sich bereits wenige Punkte Unterschied im Kaufkraftindex merkbar auf die regionalen Absatzchancen eines Händlers aus. Für Standort- bzw. Investitionsentscheidungen von Einzelhandelsbetrieben ist diese Messgröße daher von großer Bedeutung. Die bundesweit hervorragende Positionierung ist für OB Netzer ein Beleg dafür, dass Kempten neben der zentralen Lage in der Region vor allem auch dank der langjährigen und vom Stadtrat getragenen Innenstadt-Strategie zu den leistungsfähigsten Einzelhandelsstandorten in Deutschland zählt. Die Entscheidungen zur Stärkung der Multifunktionalität der Innenstadt und zur Belebung der Innenstadtquartiere – wie die Sanierung der Fußgängerzone, die Neugestaltung von Residenzplatz bzw. Kornhausplatz, die Entwicklung des Mühlbachquartiers sowie die Ansiedelung von Forum Allgäu und der bigBOX am südlichen Ende – haben zu dieser guten Platzierung beigetragen. So konnten in der Innenstadt Impulse für privatwirtschaftliche Investitionen geschaffen werden, die wiederum die Attraktivität erhöhen und weitere Investitionen fördern konnten.

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