Das Stephanuswerk schreibt wieder schwarze Zahlen

Erfreuliche Entwicklung

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Bürgermeister Rainer Magenreuter, Direktor Rolf Jehle, Toni Drescher und Claus Fehr freuen sich über die positive Entwicklung des Stephanuswerkes.

Isny – Bürgermeister Rainer Magenreuter und Claus Fehr, Leiter des Bauamtes und zuständig für die Stadtentwicklung, haben sich jetzt im Stephanuswerk nach dem Stand der Umstrukturierung erkundigt.

Immerhin ist das Stephanuswerk mit seinen 219 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein wichtiger Arbeitgeber am Ort. Direktor Rolf Jehle freute sich über das rege Interesse am Geschehen in der Einrichtung und hatte ein ausführliches Zahlenwerk vorbereitet. Zusammen mit Toni Drescher, dem Zuständigen für die Öffentlichkeitsarbeit, und Elisabeth Rupf-Bolz, der Geschäftsführerin der START GmbH, erläuterte er den augenblicklichen Stand der Dinge. Stolz sind die Verantwortlichen darauf, dass das Stephanuswerk mittlerweile wie- der schwarze Zahlen schreibt und innerhalb der Evangelischen Heimstiftung vom „Sorgenkind“ zum Vorzeigeobjekt aufgestiegen ist. Die jetzt gültige Gliederung beschränkt sich auf fünf Kernbereiche: Das Bildungszentrum mit seinen Bereichen kaufmännische Ausbildung, technisches Produktdesign, gewerblich-technische Metallberufe, Berufsvorbereitung und Reha mit Möglichkeiten zur medizinischen Berufs. orientierung (EA/AP, PEU, MBOR). 

Die Hinführung zu Tätigkeiten auf dem „ersten Arbeitsmarkt“ waren sehr erfolgreich. Die START GmbH ist eine selbständige Firma im Verbund mit dem Stephanuswerk mit einem festen Kundenstamm in Industrie, Handwerk, Sozialeinrichtungen, Behörden und Privat- personen. Montage, Verpackung, und Dienstleistungen werden angeboten. Die öffentliche Förderung liegt nur noch bei acht Prozent, der Rest der Kosten wird direkt erwirtschaftet. Das Wohnen für Menschen mit Behinderung, ebenfalls eines der Kerngeschäfte, hat sich in seiner Gewichtigkeit zwar leicht verschoben, ist aber noch immer das Kriterium, das in der Öffentlichkeit am sichtbarsten ist. 

Platz für Asylbewerber 

Die Umgestaltung des Stephanuswerkes ist eigentlich noch immer in vollem Gange. Die Schließung nicht rentabler Teilbereiche wie die Reha-Räume im Bereich der ebenfalls aufgelösten Rehabilitationsklinik , das Tagungshotel und der Internate 1 und 2 sind allerdings abgeschlossen. Die ehemalige Klinik ist derzeit Unterkunft für 111 Asylbewerber. Der Mietvertrag mit dem Landkreis läuft vorerst bis 2014 und könnte bei Bedarf halbjährlich verlängert werden. Der neue Empfangsbereich neben den Werkstätten für Behinderte (der Kreisbote berichtete) und das markante Werkhaus im Eingangsbereich Maierhöfener Straße sind Ausdruck eines neues Selbstbewusstseins. In der Zusammen- fassung kann man sagen: Das Stephanuswerk hat festen Boden, auf dem die positive Entwicklung fortschreiten kann. 

Der Verkauf des großen Areals im Bereich Lohbauer Straße an die Stadt Isny mit geplanten 99 Baugrundstücken ist ebenfalls in dieser Richtung zu interpretieren. Interessierte können sich beim nächsten Tag der offenen Tür über die Einrichtung informieren. Zum Abschluss des Besuches von Magenreuter und Fehr betonte Rolf Jehle: „An den immer noch kursierenden Gerüchten über die angespannte Lage des Stephanuswerkes ist nichts mehr wahr. Wir haben eine positive Entwicklung durchgemacht und sind auch weiterhin aufstrebend.“

Manfred Schubert

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