Kreative und zugleich praktische Ideen

Staatliche Realschule erfolgreich bei Wettbewerb zur Entwicklungspolitik

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Mika Weiß (v.l.), Patrick Oswald und Luca Forster probieren den selbstgebauten Wasserfilter.

Was bewegt die Welt? Zu dieser Frage haben die achten Klassen der Staatlichen Realschule an der Salzstraße jüngst recherchiert, gebaut, entwickelt und getanzt. Beim Wettbewerb „Alle für Eine Welt – Eine Welt für Alle“ sind sie dabei unter das beste Viertel aller teilnehmenden Schulen gekommen.

Am Donnerstag präsentierten alle Schüler ihre Ergebnisse.

In unterschiedlichen Gruppen haben sich die Schüler dem Thema „Was bewegt die Welt?“ genähert. Dementsprechend vielfältig waren die Antworten: Erneuerbare Energie, die Ressource Wasser, Nahrung, jeder einzelne, historische Ereignisse, die Weltwunder.

Haben Sie gewusst, dass ein deutsches Frühstück Energie für einen Spaziergang von drei Stunden und neun Minuten liefert? In einem Quiz konnten die Klassenkameraden der Gruppe „Nahrung – Treibstoff des Lebens“ traditionelle Frühstücksmahlzeiten in ihrem Energiegehalt vergleichen. Nur so viel: Deutschland liegt vor Frankreich und der Türkei. Aber auch mit Ländern, in denen das Nahrungsangebot knapp ist, hat sich die Gruppe beschäftigt.

Was ihre Kameraden und Lehrkräfte in ihrem Leben bewegen wollen bzw. wie sie Schule gestalten wollen, hat die Gruppe „Hinterlasse einen Fußabdruck“ in Interviews zusammengetragen. Dabei stellte sich heraus, wie wichtig Schüler-AGs wie die Tutoren oder auch der Schachclub sind.

Aber es wurde auch fleißig konstruiert und gebaut. Während eine weitere Gruppe einen handbetriebenen Generator gebastelt und zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt hat, entwickelte die Gruppe „Ressource Wasser“ einen Wasserfilter. „Das Wasser ist trinkbar“, erklären Patrick Oswald und Luca Forster. Benutzt haben die 27 Schüler der Gruppe Kieselsteine, groben und feinen Sand. „Das ist ein wichtiges Thema“, erklären Florian Hingele und Florian Traut, „das Wasser auf der Welt wird immer knapper, speziell in Afrika.“ Die Gruppe hat mit dem Verein „Wasser für Senegal“ zusammengearbeitet. Beim Sponsorenlauf am 19. Juli sammelt die Schule Geld für ein Brunnenprojekt im Senegal. „Wie man sieht, ist jeder einzelne weltbewegend“, erklärt Wettbewerbskoordinatorin Zaglauer den Grund für die Teilnahme am Wettbewerb. „Und hilft eine Schule zusammen, kann sogar so etwas wie der Brunnen für Afrika herauskommen.

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