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Wer steht wo?

Bei der Bienenrettung scheiden sich die Geister

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Interessiert verfolgten die „Bienenretter“ Michael Hofers Bericht über die mangels Bienen manuelle Bestäubung in China.

Kempten – Rund 40 Vertreter unterschiedlichster Institutionen und Verbände hatten Flagge gezeigt und waren auch in Kempten zum Termin Erstunterzeichner des von ÖDP, Landesbund für Vogelschutz (LBV) und Bündnis ‚90 Die Grünen getragenen bayernweiten Volksbegehrens „Artenvielfalt - Rettet die Bienen“ erschienen.

Unterstützung zeigten vergangenen Freitagvormittag unter anderem Bund Naturschutz, der LBV, die Bioverbände wie demeter, ehemalige Schulräte, der Stadtheimatpfleger, Greenpeace, die Agenda 21, der Freundeskreis Riedberger Horn, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, der Katholische Arbeitnehmerbewegung, StadträtInnen (fast) aller Fraktionen (als bekennende Gegner des Volksbegehrens fehlten Vertreter der Freien Wähler und der FDP).

Das Volksbegehren bewegt und polarisiert die Menschen gleichermaßen. So fühlt sich beispielsweise der Bauernverband zu unrecht an den Pranger gestellt und ruft dazu auf, nicht zu unterzeichnen. Die zahlreichen (und im Kreisboten nach Eingang veröffentlichten) Stellungnahmen zeigen die Standpunkte von Politikern aller „Lager“. 

Auch die Umweltbeauftragte des Bistums Augsburg Andrea Kaufmann-Fichtner hat wissen lassen, „die Bewahrung der Schöpfung ist ein großes Anliegen unseres Bistums“. Als wichtigste Ursachen für den starken Artenrückgang in Pflanzen- und Tierwelt nennt sie die „intensive Landwirtschaft, v.a. die häufige und immer früher durchgeführte Mahd von Wiesen, der Einsatz von Pestiziden, Überdüngung, das Umbrechen von Wiesen und Ackerfläche und das Entfernen von wichtigen Lebensräumen wie Hecken, Alleen und kleinen Feuchtgebieten“. Papst Franziskus habe auf diese „gefährliche Entwicklung“ bereits im Jahr 2015 in seiner Enzyklika „Laudato si“ hingewiesen und eindringlich an ein Umdenken appelliert“, wie es in der Pressemitteilung des Bistums weiter heißt. Darin werde unter anderem auch der Patriarch Bartholomäus zitiert, der die Zerstörung der Schöpfung als Sünde bezeichne. Papst Franziskus lege der Menschheit nahe, „die Schöpfung nicht unter dem Aspekt des unmittelbaren Gebrauchs und Verbrauchs, sondern als Geschenk und Offenbarung Gottes an uns Menschen zu sehen“. In ihrem abschießenden Statement schreibt Kaufmann-Fichtner: „Ich bin überzeugt, dass die Forderungen des Volksbegehrens in Einklang mit unserem christlichen Glauben stehen. Gott hat uns diese Erde anvertraut. Es ist unser Recht, die Schöpfung zu unserem Wohl und dem Wohl aller Mitgeschöpfe, auch der nach uns kommenden Generationen, in Liebe zu gebrauchen. Gott will, dass wir behutsam und achtsam mit seiner Schöpfung umgehen und Gottes Größe und geheimnisvolle Gegenwart in ihr entdecken.“ Deshalb stehe sie als Umweltbeauftragte des Bistums Augsburg dem Volksbegehren positiv gegenüber, und wer es unterzeichne, „leistet einen aktiven Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung“. Vor dem Kemptener Verwaltungsgebäude berichtet Michael Hofer (ÖDP) vom Insektenschwund in China, wo Menschen mit Baumwollstäbchen die Bestäubung der Pflanzen deshalb von Hand durchführen müssen. Wer unterschrieben will, kann das noch bis 13. Februar tun. In Kempten allerdings nicht wie meist im Rathaus, sondern im Verwaltungsgebäude in der Kronenstraße.

Christine Tröger

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