One Billion Rising

Mehr Teilnehmer denn je tanzen gegen Gewalt an Frauen und Kindern

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Kempten – Überall war es die gleiche Choreographie und überall war es das gleiche Ziel. An über 160 Orten in ganz Deutschland tanzten am vergangenen Donnerstag Frauen, Männer und viele Kinder, um gegen die Gewalt an Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen.

Seit sieben Jahren schon gibt es den Flashmob „One Billion rising“ weltweit und jedes Jahr kommen mehr Teilnehmer dazu, auch in Kempten, wo die Aktion seit 2016 an jedem Valentinstag getanzt wird. „Jede dritte Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt. Jede dritte Frau, das sind eine Milliarde Frauen, denen Gewalt angetan wird“, tönte es durch den Lautsprecher auf dem Hildegardplatz. 

Dort tummelten sich bereits viele Kinder und tanzwillige Erwachsene. Unter der Regie von Kaija Klug (Kari Tanzhaus) ging es dann auch gleich los. Die Gruppe bewegte sich im Takt hin und her, Drehungen folgten auf freie Bewegungen. Viele Kinder machen Handstände oder drehen sich zu zweit. Eine Dame, die bereits das dritte Mal dabei ist, mag die friedliche und freudvolle Art, auf das Thema Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen. Und noch einen weiteren positiven Effekt hat die fröhliche Veranstaltung. „Es ist eine Art Prävention, wenn die Kinder auf so spielerische Art von dem Thema hören“, sagt Amelia Ulbricht vom Kemptener Frauenhaus, das mit dem Kari Tanzhaus, und dem Frauenzentrum den Flashmob organisiert hatte. Deshalb freut es sie, dass so viele Kinder mitgemacht haben.

Susanne Kustermann

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