"Bin zufrieden mit dem Jahr"

Zu den drei vor Kurzem für die Sammlung des fkm erworbenen Porträts konnte Museumsleiterin Ursula Winkler (links) den Vereinsmitgliedern bereits einige Hintergrundinformationen liefern. Foto: Tröger

„Jedes Jahr geht so etwas nicht“, spielte Margarethe Gradmann, Vorsitzender der Freunde Kemptener Museen (fkm), auf den nicht ganz billigen Ankauf des Altarflügels aus der vorangegangenen Jahreshauptversammlung an. Da sich der fkm damit „verausgabt“ habe, blickte sie diesmal bezüglich der Einkäufe auf ein „relativ ruhiges Jahr“ zurück. Dennoch hatte sie ersteigerten Zuwachs für die fkm-Sammlung zu vermelden: Drei Portraits einer namentlich bekannten Kaufmannsfamilie aus Hindelang, gemalt von Ludwig Caspar Weiss.

Als „großen Erfolg“ verbuchte sie die Jahresausstellung 2010 und „wir hatten steigende Besucherzahlen auch bei den Vorträgen“, freute sie sich. Einen Zusammenhang sah sie darin, dass die Vorträge inzwischen in der Alpenländischen Galerie abgehalten werden. Die Gewölbe im Kornhaus „sind von der Akustik her furchtbar“, attestierte sie dem früheren Vortragsort. „Ich bin zufrieden mit dem Jahr, wir haben uns wieder saniert und es hat alles geklappt“, zog sie Resümee. Bedauerlich fand sie allerdings, dass der Verein, entgegen früher, keine Bußgelder mehr vom Amtsgericht zugewiesen bekomme. „Der Besuch beim neuen Leiter war zwar wohlwollend, aber ergebnislos“, meinte sie. "Hochkarätige Werke" Dem fkm sei es gelungen „ein Bewusstsein für Kultur in unserer Stadt zu schaffen“, lobte Bürgermeister Josef Mayr (CSU) das „dankenswerte Engagement“. Die Stadt brauche den fkm, der die Aufgabe wahr nehme, „Kunst zu erhalten und zu bewahren“. „Wir haben hochkarätige Werke“, fuhr er fort, die auch weiterhin ausgestellt werden müssten. Es zeige sich, so zweiter fkm-Vorsitzender Günther Nagel, „dass die Museumslandschaft ein wichtiger Bestandteil in Kempten ist“ und hoffentlich weiter bleibe. Über eine Reihe an Neuzugängen in der Grafiksammlung des Vereins konnte Vorstand Dr. Werner Scharrer berichten. Unter anderem habe der Künstler Roland Breitlinger dem Verein 32 seiner Arbeiten geschenkt. Für die Jahresausstellung 2011 kündigte er thematisch Künstler an, „die aufgrund der Wirren des Krieges ihre Heimat verlassen mussten und hier eine neue fanden“. Erfreuliche Nachrichten hatte auch Museumsleiterin Ursula Winkler dabei, unter anderem, dass der Börsensaal im Kornhaus jetzt 49 Wochen im Jahr für Ausstellungen der Museumsverwaltung zur Verfügung stehe. Einen „neuen Rekordwert“ konnte sie für die letzte Festwochen-Kunstaustellung mit 6500 Besuchern vermelden. Für das laufende Jahr wartete sie weiters mit einem interessantem Programm auf. Darunter die Ausstellung „Panorama!“ im Alpin-Museum, die sich mit dem Blick auf die Allgäuer Berge von oben beschäftigt. Oder die Ausstellung mit Bildern des unter anderem wegen seiner Burgendarstellungen „gefragten Künstlers“ Roger Mayrock. Kostenlosen Eintritt in alle Kemptener Museen gebe es am Internationalen Museumstag, der am 15. Mai auch in Kempten stattfindet, warb Winkler weiter. Darüber hinaus werde am 8. Oktober erstmals eine „Kunstnacht“ in Kempten stattfinden.

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