Wiggensbach: Heumilchkäse und mehr

Frühlingsfest und Einweihung

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Koch Alfred Fahr verwöhnte die Frühlingsfestbesucher mit schmackhaften Kreationen aus Wiggensbacher Käse.

Trotz Dauernieselregens lockte das Frühlingsfest der Bio-Schaukäserei Wiggensbach viele große und kleine Besucher von nah und fern an. So bunt wie die Regenschirme waren auch die Angebote an den Marktständen. Vor allem die Führung durch den neuen Ziegelgewölbekeller war ein echtes Highlight.

Den Kindern war am vergangenen Sonntag das Wetter ganz egal, denn die Wiggensbacher Schaukäserei hatte mit ihrer Hüpfburg der etwas anderen Art nicht zu viel versprochen. Heuballen über Heuballen stapelte sich im Feststadel zu einem großen Viereck, das mit losem Heu weich ausgepolstert war. Wie vom Hafer gestochen spielten und hüpften die Kleinen durch das duftende Grün, gleich daneben konnten sie an einer Holzkuh das Melken üben. Leckere Kässpatzen, Bratwürste und Kuchen sorgten dafür, dass alle Bierbänke voll besetzt waren und die Blaskapelle Meter Blech kräftigen Applaus bekam. 

Alles neu macht der Mai 

Lange Warteschlangen bildeten sich vor dem Eingang zum Naturgewölbekeller, in dem seit Kurzem die Käselaibe in perfektem Klima reifen können. Geschäftsführer und Landwirt Franz Berchtold führte mit seinen Kollegen unermüdlich durch die Salzbadanlage und an die zwei großen Schaufenster durch die sich auf insgesamt vier langen Reihen Käse in unterschiedlichen Reifegraden bewundern ließen. Eine Million Euro hat sich die Bio-Schaukäserei den Anbau kosten lassen, davon entfielen schon einmal 250.000 Euro auf die Salzbadanlage mit ihren acht Becken. Dafür ist jetzt ausreichend Platz, um den Käse länger reifen zu lassen und jahreszeitlich hohe Nachfragen besser bedienen zu können. Damit hat sich die Bio-Schaukäserei Wiggensbach zu Deutschlands größter Käserei mit Naturreifeverfahren entwickelt. Draußen vor den Scheunentoren bereitete derweil Biospitzenkoch Alfred Fahr vor interessiertem Publikum kleine Köstlichkeiten mit dem Wiggensbacher Käse zu. So gab es zur Verkostung zum Beispiel eine knusprig gebratene „Gute Laune Praline“ aus saisonalem Wurzelgemüse und Gute Laune Käse, verfeinert mit Balsamico und Himbeersirup. Nicht umsonst wird der Bio-Schnittkäse aus traditioneller Heumilch deutschlandweit verkauft und gegessen. Laut dem Geschäftsführer Berchtold ging es bei der Investition aber neben einer möglichen Verarbeitungssteigerung von 3,2 auf zukünftig maximal 4,1 Millionen Liter Milch vor allem um eine noch bessere Qualität und die längere Reifung. Mehr Bilder vom Frühlingsfest in der Bio-Schaukäserei Wiggensbach finden Sie auf www.kreisbote.de/fotostrecken.

Natalie Markl

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