Blaue Nacht voller Erfolg

Aktionskünstler Georg Traber baut zur Eröffnung von „Isny macht blau“ einen 15 Meter hohen Turm aus Eschenstangen und Schnüren. Foto: Schubert

„Zunehmende Gewitterneigung, Eintreffen der Kaltfront und die Gefahr von Sturmböen bis mit bis zu 120 Stundenkilometern“… Gut, dass es am Radio einen Knopf zum Abschalten gibt. Grad zum Trotz liefen am Freitag die Vorbereitungen für die lange Einkaufsnacht im Rahmen von „Isny macht blau“ auf Hochtouren. Das Team der Isny Marketing stand regelrecht unter Strom und schaffte auch die letzten Hürden aus dem Weg, damit das Fest beginnen konnte.

Ein großes Angebot an Unterhaltung stand am Freitag auf dem Programm. Um 18 Uhr war es so weit: Zum Spiel der Reichstadtfanfaren versammelten sich die Zuschauer an dem Platz, an dem nach dem Willen der Befürworter eines Tages das neue Stadttor stehen soll. Bürgermeister Rainer Magenreuter hielt eine kurze Ansprache und Die Organisatorinnen von „Isny macht blau“ waren fast geschlossen ebenfalls dorthin geeilt. Am Himmel waren nur wenige Wolken zu sehen und noch lief alles in den richtigen Bahnen. Der Schweizer Aktionskünstler Georg Traber begann mit dem Aufbau seiner Version eines Turms. Mit drei Meter langen Eschenstangen und Schnüren arbeitete er sich nach oben und bei rund 15 Metern hatte er sein Ziel erreicht. Inzwischen „steppte der Bär“ auf allen Straßen. Die Obertorstraße wurde zusammen mit der Wassertorstraße und der Bergtorstraße zur „Eventmeile“ in der jeder etwas zu seiner Unterhaltung finden konnte. Die Geschäfte in Isny ließen ihre Türen bis 23 Uhr offen. Und immer noch hielt das Wetter. Erst nach 22 Uhr machte sich ein unangenehmer starker Wind bemerkbar. Der fegte um die Ecken und kündigte den Wetterwechsel an. So fiel am Ende lediglich das abschließende Feuerwerk an diesem Tage dem Wetter zum Opfer. Der Wind hatte zugenommen und die Gefahr einer falsch fliegenden Rakete war damit einfach zu groß. Am Samstag sollte die Kultur- und Museumsnacht ein weiterer Höhepunkt werden und rund 60 Aussteller hatten sich am Leinen- und Kunsthandwerkermarkt im Park am Kurhaus beteiligt, der Freitag, Samstag und Sonntag stattfinden sollte. Den Ausstellern auf der grünen Wiese hatte der Regen am Samstagvormittag erst einmal die „Petersilie verhagelt.“ Gegen 15 Uhr war aber auch das überstanden und bei allerdings empfindlich gefallenen Temperaturen konnten die Besucher über den Markt und durch die Altstadt flanieren und an den zahlreichen Veranstaltungen ihren Spaß haben. Mit dem Ausklingen der Veranstaltungen am Sonntag war das Wochenende ein voller Erfolg geworden und bestätigte den Organisatoren, dass es sich durchaus auch an drei Tagen lohnt, den nötigen Einsatz zu zeigen.

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