Allgäu GmbH blickt zufrieden auf 2013 zurück

Kein Platz für "Klein-Klein"

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Bald wird der scheidende Landrat Gebhard Kaiser (links) sich auch aus dem Aufsichtsratsvorsitz der Allgäu GmbH zurückziehen. Kaiser, hier mit Geschäftsführer Klaus Fischer, hinterlässt anscheinend ein gut bestelltes Feld.

Landkreis – Von einem „sehr guten Jahr” sprach der Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH, Landrat Gebhard Kaiser (CSU). „Die Saat geht auf.” Damit meinte er das gemeinsame Vorgehen von 33 Gemeinden, vier Landkreisen und drei kreisfreien Städten, wenn es um die Markenbildung und die Außendarstellung geht.

Künftig will sich die Allgäu GmbH verstärkt ins württembergische Allgäu ausrichten. Geschäftsführer Klaus Fischer betonte in seinem Rückblick ebenfalls, wie wichtig es für das Allgäu sei, als Region zwischen den Metropolregionen Stuttgart und München und dem Tourismusgebiet Tirol aufzutreten. Da bleibe kein Platz für „Klein-Klein”, wie es Gebhard Kaiser formulierte. Beim Rückblick auf das vergangene Jahr erinnerte Kaiser an die „Wandertrilogie Allgäu”, die Überzeugungsarbeit zur Verbesserung der Radwegeinfrastruktur bei den Gemeinden und die gezielten Maßnahmen im Bereich Gesundheits- und Wellnessbereich. 

Heuer liege das Augenmerk der Allgäu GmbH vor allem auf die bessere Einbeziehung des württembergischen Allgäus. Kaiser konnte hier nach Gesprächen mit Bürgermeistern aus dem Allgäu im Ländle in diesem Punkt bereits so gut wie Vollzug vermelden: Voraussichtlich schon zum 1. Januar stoßen – sofern die zuständigen Politiker zustimmen – die Städte Wangen, Leutkirch, Isny, Kißlegg und Bad Wurzach zur Allgäu GmbH. 

Wirtschaft stärken 

Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt der Allgäu GmbH ist und bleibt auch künftig die Stärkung der heimischen Wirtschaft und des Tourismus. Ziel ist es vor allem, mehr Fachkräfte in die Region zu holen und auch langfristig zu binden. „Wir werden zu stark als Tourismusregion wahrgenommen, das müssen wir mit Blick auf unsere Zukunft ändern und uns verstärkt der Pflege unserer Arbeitsmarktqualität zuwenden”, kündigte Geschäftsführer Klaus Fischer an. 

Im Bereich Tourismus vermeldete Geschäftsführer Bernhard Joachim positive Ergebnisse, wenngleich die Zahl der Übernachtungen im abgelaufenen Jahr um 0,4 Prozent zurückgegangen sei. Allerdings seien mehr Ankünfte im Allgäu registriert worden. Für den Rückgang bei den Übernachtungen machte Joachim auch den schneearmen Winter mitverantwortlich. Ferner konnte der Geschäftsführer von einer Präsentation der Marke Allgäu auf der ITB vor 60 Medienvertretern berichten und verwies auf viele jüngst veröffentlichte Artikel über die Ferienregion. 

Zahlen gab es vom Vorstand der Allgäu GmbH zur Pressekonferenz auch, wobei ein Jahresüberschuss von rund 38 000 Euro für das vergangene Jahr erwähnenswert ist. Somit wurde im Ergebnis der Aufsichtsratssitzung der Vorstand entlastet. Der Oberallgäuer Landrat Gebhard Kaiser, Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) und der Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut (FW) verlassen übrigens mit der konstituierenden Sitzung im Sommer den Vorstand. Ihre Nachfolge muss noch geregelt werden.

Jörg Spielberg

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