Blickfang vor dem Kornhaus

„Zwei kämpfende Vögel“ tummeln sich seit vergangener Woche vor dem Kornhaus. Die im wahrsten Sinne des Wortes „gewichtige“ Bronzeskulptur des international geschätzten Künstlers Pierre Schumann ist Teil der Doppelausstellung „Sehnsucht nach Harmonie“, in der Marmor- und Bronzearbeiten des Bildhauers im Dialog mit Werken des Allgäuer Kunstmalers Hans Erwin Steinbach zu sehen sind.

Neben anderen schweren Stücken, hat die 1968 entstandene Skulptur mit Hilfe des Bauhofs ihre Reise von Miesbach nach Kempten „gut überstanden“ wie Horst Lex, Schwiegersohn des Künstlers und, mit seiner Frau Hinrika, Initiator der Ausstellung, vor Ort meinte. Er freue sich über die hier gezeigte Steinbildhauerei „als Gegengewicht zur Malerei“, meinte er, während er mit der Wasserwaage den Sockel für die „rund 400 Kilogramm schweren“ kämpfenden Vögel austarierte. Nicht ohne Stolz erzählte er, dass das Symbol der Kräfte in der Natur, in der der Schwächere dem Stärkeren unterliegt, bei der Kunstaktion „Hoffnung gegen Gewalt“ im Jahr 1993 vor der Oper in München zu sehen gewesen sei. Mit Kran und Fingerspitzengefühl landeten die Vögel schließlich zwischen Kornhaus und dem Brunnen, quasi als „Wegweiser zur Ausstellung“ so Lex. Vom 13. bis 29. August werden im dortigen Börsensaal, Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, zahlreiche Werke der Künstler ausgestellt. Parallel präsentiert das Kunstkabinett in der Salzstraße 12, donnerstags bis samstags von 16 bis 18 Uhr, kleinere Arbeiten von Schumann und Steinbach. Mehr zu den Künstlern gibt’s in der nächsten Ausgabe.

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