Wie der Bock ins Kloster kam

Mit Starkbier zünftig in die Fastenzeit

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Landkreis – Pünktlich ab Aschermittwoch beginnt wieder die Starkbierzeit. Die Wirtsleute der Region laden zum traditionellen Bockbierfest.

Das beliebte Gebräu gibt es mittlerweile als „hellen“, „dunklen“ oder sogar „doppelten“ Bock. Es schmeckt süß, hat einen malzigen Charakter und ist vollmundig im Geschmack. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 6,5 und 7,5 Prozent - also nicht zu unterschätzen. Seinen Ursprung hat die Biersorte Mitte des 13. Jahrhunderts , allerdings nicht wie vermutet in Bayern sondern in Niedersachen, in der Hansestadt Einbeck. Damals schon wurde obergäriges Bier bis nach Italien exportiert. Aufgrund der langen Transportwege wurde das Bier mit einem höheren Stammwürzegehalt gebraut, um so die Haltbarkeit zu erhöhen. 

Im Jahr 1612 wird Elias Pichler, Braumeister von Einbeck nach München ins Hofbräuhaus abgeworben. Seither wird das „Ainpöckisch Bier“ in München gebraut und findet schließlich auch seinen Weg ins Kloster. Einer Legende nach sollen italienische Mönche in der Fastenzeit auf dieses sättigende, kalorienreiche Gebräu zurückgegriffen haben, um den Nahrungsmittelverzicht bei rauen, klimatischen Verhältnissen in einem bayerischen Kloster überhaupt überstehen zu können. Die bayerische Mundart machte das Starkbier aus dem umgangssprachlichen „ainpöik“ kurz zum „Bock“und zum beliebten Fastentrunk in ganz Bayern.

 kb

Foto: Pathermedia/demarco

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