Ordensmitglieder zusammenführen

Weltweit organisierter Orden

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Das 24. Bodenseetreffen des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem findet am heutigen Samstag in Kempten statt.

Kempten – Zum 24. Mal treffen sich die Mitglieder der an den Bodensee angrenzenden Komtureien des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem am heutigen Samstag, 12. September, zum sogenannten Bodenseetreffen.

Es wird diesmal von der Komturei St. Ulrich und Afra, Augsburg, ausgerichtet und findet in Kempten statt.

Der Ritterorden vom Heiligen Grab kann seine Ursprünge über Jahrhunderte zurückverfolgen. Geschichtlich eindeutig fassbar ist die Neuordnung des Ordens durch Papst Pius IX. im Jahr 1868. Er ist weltweit organisiert und zählt derzeit mit steigender Tendenz circa 28.000 Damen und Herren als Mitglieder, davon circa 1300 in Deutschland. Ziel und Auftrag der Gemeinschaft ist die spirituelle und materielle Förderung der Anliegen der Christen im Heiligen Land. Dort fördert und betreibt der Orden eine Vielzahl von Projekten wie Universitäten, Schulen, Krankenhäuser und Altenheime. Er leistet damit in dieser Krisenregion den Christen, aber auch Angehörigen anderer Religionen, einen wertvollen Dienst.

Die Komturei St. Ulrich und Afra konnte als diözesane Untergliederung der Ordensgemeinschaft 2011 ihr 50-jähriges Gründungsjubiläum begehen. Mit großer Freude heißt sie die Mitglieder der Komtureien Bregenz, Ravensburg, St. Gallen und Stuttgart willkommen. Auch der Ehrenstatthalter der Deutschen Statthalterei, S. E. Prof. Dr. Paul Oldenkott, hat sein Kommen zugesagt.

Der Tag beginnt mit einem Pontifikalgottesdienst in der Basilika St. Lorenz. Hauptzelebrant ist der Augsburger Hwst. Weihbischof Cfr. DDr. Anton Losinger, zu den Konzelebranten zählen Erzabt Cfr. Tutilo Burger, Cfr. Prälat Karlheinz Knebel, Prior der Augsburger Komturei, und der frühere Augsburger Prior Cfr. Prälat Konrad Hölzl. Im Anschluss an den Gottesdienst führt Hugo Naumann in die Geschichte von Stadt und Hochstift Kempten ein und Stadtpfarrer Msgr. Dr. Bernhard Ehler bringt die Bedeutung der Basilika in einer spirituellen Kirchenführung näher. Der Tag klingt aus mit einer Führung durch die Fürstäbtliche Residenz.

Wie schon beim Bodenseetreffen in Lindau 2012 benennt der derzeitige Leiter der Augsburger Komturei, Dr. Klaus Donaubauer, das Ziel des mittlerweile traditionellen Bodenseetreffens: „Wir wollen länderübergreifend und regelmäßig die Ordensmitglieder der Bodenseeregion zusammenführen. Neben dem gemeinsamen Gebet und freundschaftlichen Austausch nehmen wir die Gelegenheit wahr, auf das Wirken des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Dies ist gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsthematik von erheblichem Wert.“

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, S. E. Erzbischof Fouad Twal, dankte in seinem Schreiben anlässlich des 50-jährigen Jubiläums stellvertretend der Augsburger Komturei für das vielfältige Engagement des Ordens: „Unter den vielen Mitgliedern des Ordens, die sich für einen treuen Dienst für die Kirche im Heiligen Land verpflichtet haben, sind es gerade die deutschen Damen und Ritter, die sich durch ihren Einsatz, ihre Kreativität und ihre Beständigkeit besonders auszeichnen“, so der Patriarch.

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