Brisante Themen zum Abschluss

Anhand eines Modells veranschaulichen die Gegner der Windkraftanlagen im Vorfeld der Gemeinderatsitzung einmal mehr das Größenverhältnis der Windräder im Verleich zur Bebauung in Beuren. Foto: Schubert

Für die letzte Sitzung vor der Sommerpause hatte sich der Isnyer Gemeinderat vergangene Woche eine lange Tagesordnung vorgenommen. Bürgermeister Rainer Magenreuter erläuterte in seinem aktuellen Bericht die Situation der Oberschwabenkliniken (OSK).

Betrachtet man die von der OSK heraus gegebene Negativrechnung der Kliniken genauer, kommt ein etwas anderes Bild dabei heraus. Danach ist es gerade das Elisabethenkrankenhaus in Ravensburg, dass den größten Verlust eingefahren hat. Gefolgt von Wangen, Leutkirch und dem Schlusslicht Isny. Bad Waldsee steht als einziges Krankenhaus auf der Seite mit den schwarzen Zahlen. Wie berichtet ist ein neues Gutachten vom Landkreis in Auftrag gegeben worden und die Ergebnisse davon werden wohl dafür sorgen, dass es einen „heißen Herbst“ geben wird. Da sind dann schon eine Reihe von Diskussionsveranstaltungen geplant, auf denen die Folgerungen aus dem Gutachten für Zündstoff sorgen werden. Losgehen soll das Ganze am 17. September. Das sich daraus entwickelnde „Forum Zukunft OSK“ soll ebenfalls im September starten. Bei der letzten Sitzung des Kreisrates ist vorgeschlagen worden, mindestens eine der vier vorgesehenen Veranstaltungen im Allgäu stattfinden zu lassen. Ein weiteres brisantes Thema für die Zeit nach den Sommerferien wird die Windkraft sein. Im Vorfeld der Sitzung, bei der Bürgermeister Magenreuter einen Sachstandsbericht vortragen wollte, waren die Beurener Gegner der dort geplanten Windkraftanlagen mit einem auf einen Anhänger montierten Modell vor dem Rathaus aufgefahren und machten die Größenverhältnisse der geplanten Windkrafträder auf dem Beurener Berg und den Häusern am Ortsrand von Beuren noch einmal deutlich. Als Magenreuter schließlich die Ergebnisse der Sitzungen des Regionalverbandes vortrug, war es im großen Sitzungssaal entsprechend unruhig. Eines kam im Bericht deutlich heraus: Von den 40 Vorranggebieten gibt es keines, bei dem nicht auf irgendeine Art Probleme und Bedenken ausgeräumt werden müssen. Ebenfalls klar dürfte sein, dass die Landesregierung über die Gesetzgebung entsprechend Nachdruck vorbringt. Die Kommentare der Gegner machten es deutlich. Sie hatten von Bürgermeister Magenreuter erwartet, dass er sich deutlich gegen die Windkraftan- lagen ausspricht und das hat er nach ihrer Meinung nicht getan. Dem hatte Magenreuter durchaus Argumente zu entgegnen. Wie nun mit dem Problem weiter umgegangen wird, ist ebenfalls Thema in den Herbstmonaten. Mehr zum Thema gibt es auch im Internet auf der Seite www.isny.de. Der Fahrplan für die weitere Bürgerbeteiligung war im Gemeinderat vergangene Woche zudem ebenso Thema wie die Fortführung der Zukunftswerkstatt. Auch über den aktuellen Stand bei den Finanzen der Stadt wurde berichtet. Für heuer sind diese in einem recht ordentlichen Zustand, die Erwartungen wurden überschritten. Für das kommende Jahr sieht es etwas herber aus, da die Kreisumlagen nach guten Abschlüssen empfindlich hoch ausfallen und die Landesregierungen der Bundesrepublik auch noch an den Finanzen der Städte herumknabbern wollen. Das ist allerdings kein Baden-Württembergisches Problem, sondern gilt für alle Bundesländer gleichermaßen.

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