Brunnenkresse ist nicht nur eine wahre Vitaminbombe

Vitalkräuter – grüne Power im Frühling

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Ein Brunnenkresse-Exemplar in voller Pracht. 

Schon im zeitigen Frühjahr kann man mit den ersten Sonnenstrahlen Vitalkräuter wie Brennnessel, Giersch, Vogelmiere und viele andere auf unseren Wiesen entdecken. Eine unter ihnen ist die Brunnenkresse.

Die Brunnenkresse, klein und unscheinbar aber ein enormes, grünes Kraftpaket, wächst schon im zeitigen Frühjahr an sauberen, meist fließenden Gewässern. Man kann sie dann fast das ganze Jahr über genießen. Brunnenkresse lässt sich leicht in wasserdichten Schalen auf dem Balkon ziehen. Man gibt Kompost-

erde auf den Boden der Schale, sät die Kresse aus, füllt Wasser auf und achtet darauf, dass die Spitzen der heranwachsenden Triebe immer aus dem Wasser ragen. Ab etwa acht Zentimeter Länge können sie geerntet werden.

Die Brunnenkresse bietet sich mit ihrer entgiftenden Wirkung für die Wildkräuter Frühjahrskur an. Darmtätigkeit und Stoffwechsel kommen mit ihr in Schwung. Es empfiehlt sich, sie dafür roh zu verwenden. Gut geeignet für eine Kur sind grüne cremige Smoothies und frisch gepresste Säfte.

Wegweiser Brunnenkresse:

Als vitamin- und mineralienreiches Superfood kann man die Brunnenkresse mit ihrer angenehmen Schärfe auch in der Küche verwenden. Ob im Salat, auf dem Brot, im Dip, zu Bratkartoffeln, sie gibt jeder Speise den „frische Kick“. Brunnenkresse (Nasturtium officinale) enthält viel Vitamin A, B1, B2, C und E. 100 Gramm frische Brunnenkresse-Blätter enthalten mehr Vitamin C als die gleiche Menge an Orangen. Ihr hoher Gehalt an Senfölen (Senfölglykoside, daher die Schärfe), Bitter- und Gerbstoffen regt die Verdauungssäfte. Weiter findet man in ihr Kalium und Kalzium in höherer Menge sowie Eisen, Jod und Schwefel, das Antioxidans Carotin sowie ätherische Öle. Ernte: das Kraut, in der Natur, von März bis April, zu Hause das ganze Jahr.

Wem keine Brunnenkresse zur Verfügung steht, kann sich die heimische Gartenkresse in Bioqualität aus dem Supermarkt besorgen oder sich diese im Keimer oder im Glas auf der Fensterbank ziehen. Die Rezepte schmecken auch mit Gartenkresse lecker. 

Vitale Gründonnerstagssuppe mit Brunnenkresse

2-4 (je nach Geschmack und Vorrat) große Hände voll Brunnenkresse, Brennnessel, Gänseblümchen, Giersch, Gundelrebe, Löwenzahn, Schlüsselblume, Spitzwegerich, Wiesenschaumkraut,1 kleines Stück Butter, 1-2 Zwiebeln,10 Pellkartoffeln, 1,5-2 l Wasser, Gemüsebrühe, Sauerrahm oder Sahne, evtl. Muskatnuss, 1 Becher Sahne oder Sauerrahm.

Butter schmelzen, 1 kleine fein geschnittene Zwiebel andünsten, mit Wasser aufgießen, die Pellkartoffeln klein schneiden dazugeben, (bei Biokartoffeln muss nicht geschält werden, sonst schälen), mit Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Muskatnuss  abschmecken. Ca. 10 Minuten kochen. Danach die fein geschnittenen Kräuter dazugeben, nochmals 5-10 Minuten ziehen lassen und Sauerrahm oder Sahne dazugeben.

Entweder so genießen oder (evtl. für Kinder) mit dem Zauberstab pürieren.

Sollten weniger Wildkräuter zur Verfügung stehen, dann macht man die Suppe eben mit weniger Kräutern. Es können auch gerne andere Frühlingskräuter verwendet werden!

Leckerer Brunnenkresse-Dip mit Gemüsesticks

1 Handvoll Brunnenkresse, 250g Gemüse (Karotten, Gurken, Zucchini, Paprika oder Stangensellerie) einen Becher Schmand oder Creme Fraîche, 2-3 EL Hüttenkäse, Pfeffer und Salz zum Würzen, evtl. Bärlauch oder Knoblauch.

Gemüse und Brunnenkresse waschen. Gemüse in Stifte, Kresse in Streifen schneiden. Kresse, Creme Fraîche/Schmand kurz mit dem Mixer verrühren, anschließend den Hüttenkäse unterrühren. Mit einer Prise Salz und Pfeffer abschmecken. Nach Belieben frischen Knoblauch oder Bärlauch fein hacken und hinzufügen.

Den fertigen Dip in eine Schüssel geben und die Sticks wie kleine Blütenblätter, rundherum an den Schüsselrand stecken, nun mit allen Sinnen genießen.

Petra Le Meledo-Heinzelmann

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