"Zum Stift" setzt auf Gemütlichkeit

Büble-Bier statt harte Sachen

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Den Jugendlichen wird heuer auf der Allgäuer Festwoche „der Rücken zugewandt“: Durch die Neukonzeption der Parkschenke entfällt die „Schnapsbar”. So soll der Alkoholkonsum heruntergefahren werden.

Kempten – Die einen freut's, die anderen ärgert's – auf der diesjährigen Allgäuer Festwoche, die von 10. bis 18. August stattfindet, gibt es keine „Schnapsbar“ mehr. Die Neukonzeption der Parkschenke sieht an deren Stelle eine Büble-Theke vor.

„Ich find's gut, dass der Schnapskonsum heruntergefahren werden soll“, meinte SPD-Stadträten Ingrid Vornberger am vergangenen Mittwoch im Werkausschuss. 

Die Kemptener Brauerreigaststätte „Zum Stift“ übernimmt ab heuer die Bewirtschaftung der Parkschenke. Wirt Jürgen Berkmiller folgt damit auf Fritz Binser, der in den vergangenen Jahren Chef des beliebten Festwochen-Treffpunkts war. Der Wechsel bringt auch einige Änderungen mit sich, die Andreas Martin, Verkaufsleiter des Allgäuer Brauhauses, im Werkausschuss vorstellte. Atmosphäre, Sicherheit und Jugendschutz sind die Schwerpunkte, auf die das Allgäuer Brauhaus zusammen mit Jürgen Berkmiller setzt. Im „Zum Stift“ auf der Allgäuer Festwoche soll Geselligkeit und Gemütlichkeit geschaffen werden. Größe und Lage des Zeltes bleiben unverändert. Unter einer neuen Pergola werden Biertischgarnituren angebracht, sodass es künftig auch außerhalb vom Zelt überdachte Sitzplätze gibt. Einen offenen Biergartenbereich wird es ebenfalls geben, so Martin. Statt der in den vergangenen Jahren sehr beliebten „Schnapsbar“ neben der Parkschenke sieht das neue Konzept eine Büble-Theke vor. „Dort planen wir den Ausschank unseres beliebten Büble-Biers in 0,2-Liter-Gläsern“, kündigte der Brauhaus-Verkaufsleiter an. Das Gelände um die ehemalige Parkschenke wird zudem eingezäunt, sodass vor allem abends nicht zu viele Personen ins Areal kommen. 

Damit aber auch die Festwochen-Besucher außerhalb der Parkschenke etwas zu Trinken bekommen, wird es einen weiteren Ausschank an der Bushaltestelle geben. Getränke gibt es dort allerdings nur in stabilen Plastikbechern. „Es geht koi Glas ausm Gelände“, begründete Martin. Auch auf das Essensangebot wird im „Zum Stift“ auf der Festwoche viel Wert gelegt. „Wir werden typisch allgäuerisch-bayerische Gerichte anbieten“, sagte Berkmiller. An den Thementagen der Festwoche soll es zudem besondere Angebote geben. Für die Aussteller möchte der Wirt ebenfalls etwas tun. „Ich möchte jeden Morgen für die Aussteller ein Frühstücksbuffet anbieten.“ Das neue Konzept setzt des weiteren auf Live-Musik auf der Bühne im „Zum Stift“. Täglich von 19 bis 23 Uhr sollen kleine regionale Bands für Stimmung sorgen. Auf die Stimmungsmusik außerhalb des Zeltes müssen die Festwochen-Besucher aber nicht verzichten, allerdings gibt’s die künftig erst nach der Essenszeit ab ca. 21 Uhr, so Andreas Martin. 

Bei den Toiletten planen Brauhaus und Berkmiller ebenfalls Änderungen. „Wir wollen die Situation entspannen und etwa doppelt so viele Toiletten wie in den Vorjahren auf unserem Gelände anbieten“, frohlockte Martin. Für das Personal wird es zudem separate WCs geben. Der Werkausschuss war mit den Plänen insgesamt sehr zufrieden. „Ich finde diesen Ansatz sehr gut, echte Aufenthaltsqualität auch am Abend zu schaffen“, so OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Sein Parteikollege Peter Wagenbrenner fand vor allem die Idee mit dem Frühstück für die Aussteller super und SPD-Stadträtin Ingrid Vornberger freute sich, dass „der Schnapskonsum runtergefahren werden soll.“ Melanie Läufle

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