Es geht nur mit den Anwohnern

Eigenanteil nötig

Haldenwang – Die Gemeinde Haldenwang erwägt, an der stark befahrenen Börwanger Steige eine Lärmschutzwand zu errichten. Klingt gut, hat aber einen Haken: Die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke müssten sich finanziell an dem Projekt beteiligen.

Wer an der Börwanger Steige wohnt, braucht entweder gute Nerven oder schlechte Ohren. Zwischen 5500 und 6000 Fahrzeuge fahren hier, auf der Staatsstraße 2055, die Kempten-Leubas mit Obergünzburg verbindet, tagtäglich durch den kleinen Ort. Tendenz steigend. Nun erwägt die Gemeinde Haldenwang den Bau einer Schallschutzwand. Kostenpunkt: Um die 400 000 Euro. „Für weniger ist ein wirksamer Schallschutz nicht zu haben“, so Ingenieur Klaus Bäumle. Staatliche Zuschüsse gibt es nicht, bedauerte Bürgermeister Anton Klotz.

Daher würde die Hälfte dieser Kosten die Gemeinde tragen, den Rest der Finanzierung müssten allerdings die Grundstückseigentümer entlang der Strecke schultern. Konkret hieße das, dass jeder der Anrainer 10 000 bis 15 000 Euro Eigenanteil zu dem Projekt beisteuern müsste. Nur wenn dies gewährleistet sei, könne man das Projekt weiter vorantreiben, so der Rathauschef. Klaus Bäumel relativierte die finanzielle Belastung, schließlich steige dafür ja auch der Wert der Immobilien, die hinter diesem Wall stünden.

Drei Meter hohe Wand

Ein erster Entwurf sieht eine drei Meter hohe und 370 Meter lange Schallschutzwand entlang der Steige vor. In Höhe der Bergstraße müsste auf zusätzlichen 55 Metern ein eineinhalb Meter hoher Damm aufgeschüttet werden, auf dem dann eine zwei Meter hohe Wand errichtet werden würde.

Fußweg kommt

Während bei diesem Thema noch nichts entschieden ist – Bürgermeister Klotz will das Thema in Kürze erneut mit den Betroffenen diskutieren -, steht nun fest, dass der seit langem geforderte Fußweg an der Ostseite der Börwanger Steige bis zum Überweg in Höhe des Wohngebiets Prinzenbuckel endlich gebaut wird. Die Kosten für den 75 Meter langen und zwei Meter breiten Weg liegen bei rund 175 000 Euro, die die Gemeinde alleine tragen wird.

Sabine Stodal

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