Wer wird das Rennen um das Bürgermeisteramt gewinnen?

Buchenberg vor der Wahl

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Amtierender Bürgermeister Toni Barth (li.) und Herausforderer Klaus Weissenbach.

Buchenberg – Die beiden Buchenberger Bürgermeisterkandidaten Toni Barth (CSU) und Klaus Weissenbach (FW) erläuterten im Vorfeld der Wahl am kommenden Sonntag in mehreren öffentlichen Wahlveranstaltungen ihre Standpunkte und standen den Bürgern Rede und Antwort. In Schützenheimen, Landjugendheimen und Gasthäusern in und um Buchenberg traten die Kandidaten auf, um die potenziellen Wähler von sich zu überzeugen.

Durch die rege Beteiligung und zahlreichen Fragen der Besucher wurden die Ziele der beiden Kandidaten sehr deutlich. Auch für individuelle Fragen und Anliegen nahmen sich Barth und Weissenbach Zeit.

Dass diesmal durch die Aufstellung zweier Kandidaten eine demokratische Wahl stattfinden kann, stieß allgemein auf große Begeisterung bei den Besuchern der Wahlveranstaltungen.

Herausforderer Klaus Weissenbach 

Rund 50 Besucher nutzten die Chance, Klaus Weissenbach im Schützenheim in Wirlings kennen zu lernen. Dabei stellte sich der noch etwas unbekanntere Gegenkandidat des amtierenden Bürgermeisters Toni Barth den Besuchern vor und erzählte von seiner bisherigen Laufbahn, seinen Zielen und Vorhaben, die er als Bürgermeister in Buchenberg umsetzen möchte.

Weissenbach ist 45 Jahre alt und in Herrsching am Ammersee aufgewachsen. Der zwei- fache Familienvater ist verheiratet und lernte durch Ferien in Buchenberg die Region kennen und lieben. Er absolvierte die Meisterprüfung mit Staatsauszeichnung im Heizungs- und Lüftungsbau und im Kachelofen- und Luftheizungsbau. Nachdem er die Leitung des technischen Verkaufs eines Heizungs- und Sanitärgroßhändlers übernommen hatte und zum Produktmanager und Schulungsdozenten für regenerative Energie für Deutschland und Österreich aufgestiegen war, eröffnete der Bürgermeisterkandidat sein eigenes Planungsbüro für innovative Haustechnik in Buchenberg.

Der von den Freien Wählern nominierte Weissenbach bezeichnet sich selbst als ein „noch unbeschriebenes Blatt“ in der Kommunalpolitik. Dies sieht er jedoch als Vorteil, da er seine Aufgaben so unvoreingenommen und ohne eingefahrene, vermeintliche Zwänge angehe und deshalb unabhängiger vorgehe. Der Herausforderer Barths möchte durch seine beruflichen Kompetenzen überzeugen und neuen Schwung in die Gemeindepolitik und die Verwaltung bringen. Für den Bürgermeisterkandidaten steht im Vordergrund, Buchenberg voran zu bringen und Herausforderungen zu lösen. Seine Ziele sind unter anderem, die Bürger bei wichtigen Entscheidungen mit einzubinden, den Einsatz regenerativer Energien voranzutreiben und Maßnahmen, zur Bewältigung des demografischen Wandels, den aktuellen Anforderungen anzupassen. Weiterhin legt Weissenbach großen Wert auf die Unterstützung von Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe, sowie auf soziales Engagement.

"Titelverteidiger" Toni Barth

Etwas weniger Besucher als bei Weissenbach konnten bei der ebenfalls im Wirlingser Schützenheim durchgeführten Wahlveranstaltung von Toni Barth gezählt werden. Für den jetzigen großteils bekannten Bürgermeister stand mehr im Vordergrund, seine Standpunkte zu vertreten und die etwa 30 Gäste von seinen Zukunftsplänen zu überzeugen. Barth ist 52 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Er lebt in Eschach, wo er auch aufgewachsen ist.

Der seit 2004 amtierende Bürgermeister machte eine Ausbildung zum Bankkaufmann und arbeitete 25 Jahre lang bei der Bank, bevor er 1996 seine politische Laufbahn als Mitglied des Marktgemeinderats begann.

Weiterhin engagiert sich Barth seit 2008 als Kreistagsmitglied im Landkreis Oberallgäu, als Vorstandsmitglied im Bayerischen Gemeindetag Kreisverband Oberallgäu und seit 2011 als Vorsitzender der „Allgäuer Glasregion Adelegg“. Der Buchenberger ist zudem in zahlreichen Vereinen vertreten, für die er sich mit großem Engagement einsetzt.

In den letzten Jahren erreichte Barth einige Veränderungen und Erneuerungen in Buchenberg und den Ortsteilen. Hierzu zählen unter anderem ein barrierefreies Bürgerbüro, der Kinderkrippen An- und Ausbau im Kindergarten sowie verschiedene Straßensanierungen.

Auch für die nächsten Jahre hat Barth einige Ziele und Vorstellungen. Im Fall einer weiteren Amtsperiode stellt sich Barth die Erschließung neuer Baugebiete vor, um Wohnraum zu schaffen und Standorte für Unternehmen zu gewinnen. Weiterhin spricht er sich dafür aus, Buchenberg familien- und kindgerecht weiterzuentwickeln und Umweltfragen stärker zu gewichten. Auch die senioren- und behindertengerechte Entwicklung in der Gemeinde, sowie die Stärkung von Tourismusstrukturen sind Standpunkte, die der amtierende Bürgermeister vertritt. Wichtig für Barth ist darüber hinaus die bereits geplante Entwicklung der neuen Ortsmitte in Buchenberg, die er selbst als „Wohnzimmer“ des Ortes bezeichnet.

Kristina Lohner

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