Ein musikalisches Feuerwerk

Bunter Jahresauftakt in der Klassikbox

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Die Münchner Symphoniker unter der Leitung von Albert Horne lieferten dem Publikum ein buntes musikalisches Feuerwerk.

Kempten – Welche eine Eröffnung! Allein schon der Einzug der Münchner Symphoniker, die Damen in (be-) rauschenden Kleidern und in Farbe, wie zum Jahresauftakt üblich, bot einen farbigen bunten Augenschmaus.

Und dazu der smarte Dirigent Albert Horne. Der Südafrikaner – Jahrgang 1980 – hatte bereits mit diversen Orchestern aus Berlin, Victoria, Paris und den Münchener Symphonikern in Kapstadt, Bordeaux, Oslo, Malmö, Tel Aviv, London performt und war nun letzten Samstag in Kempten. Durch den sehr unterhaltsamen Abend moderierte eloquent die aus Funk und Fernsehen wohlbekannte Sabine Sauer, die seit einigen Jahren ihre Liebe zur Klassik bei regelmäßigen Auftritten anspruchsvoller Kultur-Ereignisse auslebt. „Paare“, erläuterte sie, „kennen wir aus Geschichte, TV, Theater und Musik.“

Fotostrecke: Neujahrskonzert der Münchner Symphoniker in der Klassikbox

 © Crispien
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Allein schon die aktuelle Jahreszahl bilde mit 20 und 20 ein Paar. Adam und Eva, Dick und Doof, Romeo und Julia, König Pygmalion mit seiner angebeteten schönen Statue Galathée, Quasimodo und Esmeralda – alles berühmte Paare. Neben der hervorragenden Musik erhielt die restlos ausverkaufte Klassikbox auch ein schön ausgemaltes Kopfkino der Paare aus Film, Fernsehen, Literatur. Die Liste der intonierten Komponisten dieses besonderen Musikabends liest sich wie das „Who is who“ der letzten Musikjahrhunderte: Josef Strauss, Franz von Suppé, Franz Lehar, Maurice Ravell – dieses Mal nicht mit Bolero – sondern mit „La Belle et la Bête“, bei dem die bezaubernde Tubistin mit tiefsten Tönen das Biest vor dem geistigen Auge der gespannten Zuhörer erscheinen ließ. Tom und Jerry, musikalisch, erst lieblich, dann mit viel Tempo, wie wir es aus den Cartoons kennen, verzauberte den Saal mit „The Waltzing Cat“ von Irving Anderson. 

Ebenso Fred Astaire mit der bezaubernden Ginger Rogers, das Tanzpaar spürte man förmlich unsichtbar „Cheek to cheek“ von Irving Berlin in dem Film „Top Cat“ durch den Klassikbox-Saal schweben. Paare überall, auch unter den bestens aufgelegten Musikerinnen und Musikern der Münchner Symphoniker stellte Sauer ein Musiker-Ehepaar vor. Eine lange Liste an Paaren, die Sauer durch die imposante Leitung von Albert Horne und den mit viel Freude agierenden hervorragenden Münchner Symphonikern Revue passieren ließ – ein musikalisches Feuerwerk! An der schönen blauen Donau (Johann Strauss) walzerte sich der ausgelassene Musikabend dem Ende entgegen. Und bei der obligatorischen Zugabe, dem Radetzky-Marsch (Johann Strauss Vater) merkte man dem sehr konzentriert wirkenden Dirigenten die Erleichterung über den gelungenen Abend an und alle Musikerinnen und Musiker strahlten mit ihm dem ausgiebig Beifall spendenden Publikum entgegen. Eine prima Werbung für die kommenden Konzerte in Kempten. 

Achim Crispien

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