Buntes Fest

OB Dr. Ulrich Netzer würdigt die Bemühungen auch heuer wieder ein buntes und fröhliches Stadtteilfest Thingers zu organisieren und zu veranstalten. Und so konnten sich die Besucher an vielen Darbietungen erfreuen. Foto: Spielberg

Für seinen Hochmut wurde Ikarus in der griechischen Mythologie mit dem Tode bestraft – er näherte sich mit seinen wachsverleimten Flügeln zu nah der Sonne und stürzte ins Meer. Und obwohl am Samstag die Sonne das Gelände rund um den Thingerstreff ähnlich aufheizte und schattige Plätze bei den vielen Besuchern des Stadtteilfestes heiß begehrt waren, fand die Veranstaltung des Ikarus Thingers e.V. sein fröhliches Ende.

Um in der Sprache der griechischen Mythologie zu bleiben, die Arbeit des Vereins Ikarus Thingers, der seit einigen Jahren das Stadtteilfest organisiert, war zu Beginn eine Herkulesaufgabe. Zu groß waren noch vor Jahren die Spannungen zwischen den ursprünglich meist deutschen Bewohnern, den vielen Ausländern und den dazugekommenen Aussiedlern. „Wir haben diese Probleme aber jetzt größtenteils im Griff”, so der ehemalige Pfarrer Wolfgang Henning. Zusammen mit den Verantwortlichen der St. Hedwigs-Gemeinde nimmt er die Planung und Organisation des Festes in die Hände. Maßgeblich am Erfolg des Festes ist auch die Arbeit der Quartiersmanagerin Kiymet Akan, die mit ihrem Stadtteilbüro im Thingerstreff der zentrale Anlaufpunkt für alle Bürger des Thingers ist. In fast allen Lebensfragen, so Akan selbst im Gespräch, versucht sie den Ratsuchenden zur Seite zu stehen und will als eine Art Schanier zwischen den Nationalitäten wirken. „Wir haben hier alle Kontinente vertreten”, so Kiymet Akan beim Gang über das kleine Festgelände und zeigt dabei auf Stände, an denen Speisen und Getränke aus Afghanistan, dem Irak oder dem Senegal von Frauen in Landestracht feilgeboten werden. Frauen sind viele vertreten bei diesem Fest und manchmal wünscht sich die Quartiersmanagerin, dass sich auch die Männer mehr in das soziale Leben in Kemptens multikulturellen Hotspot einbringen. An diesem Tag aber sind alle fröhlich und das Angebot an Attraktionen für groß und klein ist vielseitig und kurzweilig. Die Blaskapelle Altusried spielt auf, es gibt Zirkusvorführungen des Zirkus Maroni zusammen mit Kindern, auf der kleinen Bühne vor dem Thingerstreff wird gesungen und getanzt, die Feuerwehr präsentiert den Besuchern eines ihrer neuen Fahrzeuge, am Stand des Star-Box-Clubs können Alt und Jung am Sandsack ihre Kräfte ausprobieren oder sich in „Gorodki”, einem osteuropäisches Wurfspiel, ausprobieren. Am Tisch von Jutta Rüth, Leiterin der Fachakademie für Sozialpädagogik, wird gebastelt und gewerkelt. Kurzum: Es geht bunt und fröhlich zu an diesem Nachmittag und auch OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) würdigt in seiner Ansprache die Bemühungen, ein schönes Fest auf die Füße gestellt zu haben.

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