Auch in Dietmannsried gibt es nun die ehrenamtlichen Helfer

Neue Familienpaten

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Tauschten sich in der Caritasstelle Kempten über das neue Familienpatenmodell in Dietmannsried aus: V.L. Jugendpflegerin Manuela Bergler, Angelika Dill, Sozialpädagogin Tina Hartmann und Familienpatin Susanne Schuster.

Dietmannsried – Das Familienpatenmodell der Caritasstelle Kempten macht Schule. Nach Altusried und Sonthofen, will nun auch Dietmannsried mit dem Projekt starten.

Alle Standorte suchen nach weiteren ehrenamtlichen Helfern. „Wir haben zunächst über den Pfarrgemeinderat von familiären Notfällen in unserer Gemeinde erfahren“, erzählt die Vertreterin des „Netzwerkes Familie“, Angelika Dill aus Dietmannsried. 

„Daraufhin wurden wir mit mehreren Projekten aktiv. Die Anforderungen sind jedoch gewachsen und gehen nun über ein rein ehrenamtliches Engagement hinaus. Deshalb holen wir uns nun bei der Caritasstelle Kempten professionelle Hilfe.“ Mit im Boot ist auch Jugendpflegerin Manuela Bergler, die vor Ort regelmäßige Sprechstunden anbietet und das Familienpatenprojekt künftig be- gleitet. Zur Zeit stehen 12 ehrenamtliche Helfer zur Verfügung. Diesen wird nun ein Informationsabend zum Thema „Familienpaten“ angeboten. Wer möchte, kann dann an einem Kurs mit sechs Modulen teilnehmen. Diese beschäftigen sich mit der Patenrolle, persönlichen Ressourcen und Fähigkeiten, Organisation und den Lebensumständen der betroffenen Kinder, Familien oder Senioren. „Wir möchten, dass jeder genau weiß, für was er sich entscheidet“, erklärt Sozialpädagogin Tina Hartmann. „In diesem Kurs kristallisiert sich schnell heraus, für was oder wen man sich gerne engagieren will und kann.“ Susanne Schuster aus Kempten hat diesen Kurs 2010 absolviert und seit dem mit allen Altersstufen gearbeitet. Besonders in Erinnerung ist ihr jedoch die Begleitung einer völlig vereinsamten Seniorin, die durch den menschlichen Kontakt wieder zur Lebensfreude zurückgefunden hat. „Am Ende ihres Lebens konnte sie wieder singen und sogar tanzen“, erzählt Schuster. 

Die Chemie muss passen 

„Der Kontakt muss stimmen“, ergänzt Hartmann. „Helfer und Betroffene müssen sich mögen, sonst geht nichts.“ Dass Kontakte auch abgebrochen werden, kennt Bergler aus eigener Erfahrung. „Es ging schon mal ein Senior auf einen Helfer mit dem Krückstock los.“ Dies sei allerdings eine große Ausnahme gewesen. In der Regel begleiten Familienpaten „ihre Familie“ etwa ein halbes Jahr mit je zwei Wochenstunden. „Manche bleiben sich aber auch über Jahre treu, weil sie sich angefreundet haben“, so Hartmann. „Alle Helfer werden vor Ort begleitet und können sich regelmäßig austau- schen. Probleme muss keiner alleine lösen.“ Eva Dörr-Schratt

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