Chinesische Schülerinnen und Schüler aus Guangzou zu Gast in Kempten

Interkultureller Austausch

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Gemeinsam mit den Mitgliedern der „Wageggler“ hatten alle Schülerinnen und Schüler viel Spaß beim Tanzabend.

Kempten – Anstrengende, aber vor allem schöne Tage mit einem vollen Terminkalender liegen hinter den Schülern und Lehrern der Robert-Schuman-Mittelschule Sankt Mang. Zum ersten Mal waren im Allgäu chinesische Austauschschüler zu Gast. Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle hatte die Abordnung zur offiziellen Begrüßung ins Rathaus eingeladen.

„Für mich als Bürgermeister und für die gesamte Stadt Kempten ist es das erste Mal, dass hier im Rathaus Gäste aus China begrüßt werden. Es ist etwas ganz besonders.“ Kiechle ging kurz auf die sehr unterschiedlichen Kulturen und Landschaftsformen ein. „Es gibt eine Sache, die wir mit Euch Chinesen gemeinsam haben – das Herz.“ Chinesen gelten allgemein als sehr gastfreundlich und zuvorkommend. Für Kiechle hatten sie ein hochwertiges Teeservice im Gepäck.

Die sieben Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 16 Jahren waren aus Guangzhou im Südosten der Volksrepublik China nach Kempten gereist. Guangzhou ist die Hauptstadt der Provinz Guangdong. Mit etwa 15 Millionen Einwohnern ist sie nicht im Geringsten mit dem Allgäu vergleichbar. Entsprechend begeistert zeigten sich die Gäste von der Ruhe, den heimischen Lebensmitteln und der wohlklingenden Sprache.

Schulleiter Herbert Rotter und sein Team hatten für die Schülerinnen und Schüler ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Unter der Leitung von Marion Haase, die die Gruppe die ganze Zeit begleite, stand auch der Besuch des Biobauernhofs Haneberg an. Für die Chinesen war das ein besonderes Erlebnis, denn in ihrer Heimat gibt es solche Betriebe nicht. Stets begleitet von den Kemptener Schülerinnen und Schülern standen auch ein bunter Tanzabend mit den Mitgliedern der Tanzgruppe „Wageggler“, der Besuch des Schloss Neuschwanstein und Unterrichtseinheiten in der Schule auf dem Programm.

Zum Abschluss wurde in den deutschen Familien gemeinsam gekocht oder gebacken. Beim gemütlichen Zusammensein erzählten die Chinesen interessantes aus ihrer Heimat und hatten die Möglichkeit, eine deutsche Familie und ihre Lebensweise kennenzulernen. Vor allem von den teilweise großen Wohnungen war die Abordnung begeistert. „In China haben wir nur sehr kleine Räume“, erklärte der 16-jährige Zhipeng Fang. Die Gruppe wurde auf Schritt und Tritt von einem Fernsehteam begleitet, das jeden Moment in Bild und Ton festhielt. Der Physiksaal der Robert-Schuman-Mittelschule musste kurzerhand als Redaktionsbüro herhalten, damit die Beiträge täglich nach China gesendet werden konnten.

Sabine Meier

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