Spenden übergeben - "Nächstes Jahr bitte ohne Schnee"

Christbaum-Sammelaktion leidet unter Winterwetter

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Spendengeber, Spendennehmer, Organisatoren und Helfer: (vorne v.l.) Gerhard Hock (Bürgermeister Durach), Aimée Jajes (Kartei der Not), Monika Mayer (Kreisbäuerin, Bayerischer Bauernverband), Hannes Sommerauer (2. Bürgermeister Durach), (Mitte v.l.) Gebhard Kaiser (Landrat a.D.), Dr. Alois Kling (Behörden- und Bereichsleiter AELF), Werner Bayrhof (Landwirtschaftsmeister, Verband für landwirtschaftliche Fachbildung/Meister), Karl Liebherr (Staatliche Berufschule III Kempten), (hinten v.l.) Hans Etzler (Schulleiter Staatliche Berufsschule III Kempten), Martin Mayer (FF Hohenrad), Andreas Jerkovits (FF Stadtweiher) und Sybille Knott (2. Bürgermeisterin Kempten).

Kempten – Seit 26 Jahren gibt es in Kempten die Christbaum-Sammelaktion, die unter Federführung der Gemeinde Durach und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten durchgeführt wird.

„Ich wollte in jungen Jahren etwas Gutes für die Gemeinde tun und so half ich mit beim Einsammeln ausgedienter Weihnachtsbäume“, sagt Durachs Bürgermeister Gerhard Hock, der seitdem in jedem Jahr aktiv mithilft, wenn es darum geht die alten Christbäume einzusammeln und zu verwerten. Die Bürger werden vorab über die Medien über die Sammelaktion informiert und gebeten, für diesen Abhol-Service einen kleinen finanziellen Beitrag zu überweisen. Der Erlös dieser Spenden wird in jedem Jahr wohltätigen Zwecken zugeführt. Heuer konnten insgesamt 7400 Euro an Spendengeldern gesammelt werden, die am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten den Verantwortlichen von vier karitativen Organisationen übergeben wurden.

Viele helfende Hände

Zuvor hatten am zweiten Januarwochenende 77 ehrenamtliche Helfer unter anderem vom Verband für landwirtschaftliche Fachbildung/Fachmeister, der Staatlichen Berufsschule III, Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren aus St. Lorenz, Hohenrad und Stadtweiher und der Landjugend Lenzfried die rund 6500 ausgedienten Christbäume eingesammelt und zum Zwischendepot in den Engelhaldepark gebracht. Die Bäume werden dann durch die ZAK gehäxelt oder kompostiert. Zu kämpfen hatten die fleißigen Helferlein in diesem Jahr mit dem Winterwetter. Durch starken Schneefall waren die Bäume zum Teil verschüttet und auf spiegelglatten Straßen ging es nur vorsichtig voran. „Auch wenn die Helfer über eine Unfallversicherung über die ZAK abgesichert sind, waren wir alle froh, dass bei der Aktion niemand verletzt wurde. Ein großer Dank gilt in dieser Hinsicht auch unseren routinierten Fahrern, die die Gespanne lenken“, so Hock, Verantwortlicher der Aktion. Ein Teil der Bäume landet bei den Funkenfeuern der Feuerwehren oder der Landjugend.

Insgesamt kamen in den 26 Jahren Christbaum-Sammelaktion Geldspenden in Höhe von circa 153.000 Euro zusammen, die ohne Abzug von Verwaltungs- oder ähnlichen Kosten unmittelbar und direkt an verschiedene karitative Organisationen aus der Region weitergegeben werden. Heuer, so verkündeten es die Verantwortlichen der Sammelaktion am Dienstag, gingen jeweils 1850 Euro an die Kartei der Not, den Allgäuer Hilfsfond sowie den Bäuerlichen- und Duracher Hilfsdienst.

Jörg Spielberg

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