Richtiger Weg

Unterstützung vom CM

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Der Vorstand des City Managements forderte die Stadt Kempten in einer Presseerklärung bestärkend auf, an ihrer Linie im Streit um das „große Loch“ festzuhalten: Marcel Sroczynski (Galeria Kaufhof, v.l.), Joachim Saukel (Laufsport Saukel), Annette Pickert (Staehlin) und Roland Reischmann (Modehaus Reischmann).

Kempten – Rückendeckung im Streit um das „große Loch“ hat die Stadt Kempten jetzt offiziell vom City Management (CM) Kempten bekommen.

In einer Pressekonferenz hat der Vorstand des Vereins vergangene Woche die Vertreter der Stadt darin bestärkt, „keine Zugeständnisse zu machen“ und an ihrer Entscheidung, keine zentrenrelevanten Sortimente zuzulassen, festzuhalten.

Wie mehrfach berichtet war jüngst der Bebauungsplan „Westlich Forum Allgäu“ per Gerichtsurteil für unwirksam erklärt worden, der Handel für das an der Ecke Bahnhof-/Mozartstraße geplante Geschäftshaus ausgeschlossen hatte. Nun sehe das Citymanagement „der Entwicklung mit großer Sorge entgegen“, wie CM-Vorsitzender Joachim Saukel (Laufsport Saukel) erklärte, da damit die Grundlage für das Ausfransen der „Einkaufsinnenstadt“ gelegt worden sei und Zugeständnisse voraussichtlich keine Ausnahme bleiben würden.

Werde das Einzelhandelskonzept einmal aufgeweicht, „gibt es kein zurück mehr“, verdeutlichte Roland Reischmann (Modehaus Reischmann), dass dieses aber die Grundlage für Investitionen und Engagement seines Unternehmens gewesen sei. Schon mit dem Bau des Forum Allgäu habe sich seinerzeit „manches verschoben“ und wenn nun die umstrittene Fläche frei gegeben werde, „dann kommt als nächstes der Investor vom Brauhausgelände oder XXXLutz“.

Angst vor Leerständen

Saukel betonte, dass die Stadt schlussendlich auch „Verantwortung gegenüber Investoren“ habe und sah als Folge eines möglicherweise „verheerenden Dominoeffektes“ erneut viele Leerstände in der Innenstadt, die gerade im Bereich Fußgängerzone mittlerweile deutlich weniger gewor- den seien. Seine Befürchtungen für eine „erschwerte Entwicklung im nördlichen Bereich“ teilte auch Annette Pickert (Staehlin), die auf die bereits laufenden Aktivitäten zur Belebung des Bereichs Gerberstraße und künftig Hildegardplatz hinwies. Zudem sei das Illerkonzept unter anderem „für den Norden geplant“.

Marcel Sroczynski (Galeria Kaufhof) warnte des weiteren davor, die vielfach gepriesene Kaufkraft der „sehr attraktiven“ Stadt Kempten überzubewerten, denn „die Grenzen sind irgendwann erreicht“.

Zuversichtlich zeigte sich der CM-Vorstand darüber, dass seitens der Stadt ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden soll – ein für Investoren wichtiger Baustein in Punkto Planungssicherheit, wie mehrfach deutlich wurde.   Christine Tröger

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