Runderneuert

Classix Kempten: Geiger Benjamin Schmid übernimmt Künstlerische Leitung

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Benjamin Schmid spielt bei Classix Kempten künftig die erste Geige.

Kempten – Wie berichtet, hatten sich Oliver Triendl, seit 2006 Künstlerischer Leiter des Festivals Classix Kempten, und der veranstaltende Freundeskreis Classix-Konzerte kurz nach der Festivalwoche vergangenen September getrennt.

Inzwischen ist klar, dass es weitergehen wird, und zwar mit einem völlig neuen Konzept und natürlich einem neuen „Kopf“. „Nicht zuletzt das hohe Ansehen, das sich das Kammermusikfestival seit seiner Gründung 2006 europaweit erworben hat, war ausschlaggebend für die Übernahme der verantwortungsvollen Aufgabe durch unseren Wunschkandidaten, den Geiger Benjamin Schmid, der als weltweit gefeierter Star den Ruf des Festivals noch weiter tragen kann“, ist Vereinsvorsitzender und Festival-Organisator Dr. Franz Tröger glücklich über die Zusage. Denn Schmid sei, so Tröger weiter, genau „der richtige Mann, er bürgt für Qualität und hat die richtigen ‚Connections‘“.

Entsprechend ambitioniert ist das neue Konzept. So sollen die Festivalkonzerte ab 2019 nicht nur mit „ausgesucht hochklassigen Spitzenmusikern aus dem Netzwerk“ Schmids besetzt werden, sondern auch „die Grenzen klassischer Kammermusik neu definieren“, indem sie sich u.a. dem kammermusikalischen Jazz öffnen, wie ihn Schmid vereinzelt bei Meisterkonzert-Auftritten im Stadttheater bereits anklingen ließ.

Ziel der Festival-Runderneuerung sei, künftig mehr Publikum zu begeistern als bislang mit der oft als elitär empfundenen Kammermusik. „Querfeldein-Bauchladen-Konzerte“ sollen es aber dennoch nicht werden, versichert Tröger; vielmehr verschiedenartige Konzerte, so dass Frau/Mann sich nach Gusto das passende aussuchen könne. Eine weitere, wenngleich noch „völlig unausgereifte“ Idee ist laut Tröger die Überlegung, Preisträger des Leopold-Mozart-Wettbewerbs in Augsburg (Benjamin Schmid ist dort 2019 Jurymitglied) sowie des Mozartwettbewerbs in Salzburg oder auch des Curtis-Institute in New York, dem Schmid seit langem verbunden ist, in das Festival-Programm einzubinden.

„Überzeugungsarbeit“ sei jedenfalls „nicht nötig gewesen“, um den neuen künstlerischen Leiter zu gewinnen, schmunzelt Tröger, auch wenn der Salzburger Geiger wegen seiner vielen Engagements „erst gezögert hat“. Deshalb habe man sogar kurz über eine künstlerische Doppelspitze nachgedacht. Da Schmid für das Festival aber nicht nur seinen Namen, sondern ihm auch seine Handschrift geben wolle, sei der Gedanke aber auch schnell wieder verworfen worden.

Weitere Details, insbesondere der am unveränderten Stammplatz in der letzten September-Woche 2019 stattfindenden Konzerte, sollen in Kürze folgen. Wer sich jetzt schon einmal mit dem neuen Künstlerischen Leiter Benjamin Schmid befassen möchte, findet weitere Informationen unter www.benjaminschmid.com.

kb

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