Demnächst in Ihrem Kino: Kultur

Colosseum Center ist neuer Spielort des Allgäuer Autorenfilmfestivals "filmzeit"

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Die Festivalleiterin Birgit Kern-Harasymiv begrüßte am Abend zur Premiere der „13.filmzeit“ die Gäste im Colosseum. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Roman Harasymiv organisiert Birgit Kern-Harasymiv das Allgäuer Autorenfilmfestival, das seinen Urspung in Kaufbeuren hat.

Kempten/Kaufbeuren – Seit zwölf Jahren gibt es die „filmzeitkaufbeuren“, das Allgäuer Autorenfilmfestival.

Nun gedachten die Initiatoren des Festivals, das Ehepaar Kern-Harasymiw, den cineastischen Wettbewerb heuer um zwei weitere Spielorte im Allgäu zu erweitern. Kempten erhielt im Rahmen der „13. filmzeit“ das „filmzeitinternational“, Immenstadt die „musikfilmzeit“. Austragungsort der in Kempten gezeigten Wettbewerbsfilme ist das Colosseum Center.

Die Besucher des einwöchigen Festivals erwartete ein Mix an Themen und Genres mit 30 Spiel-, Animations- und Experimentalfilmen in Originalsprache mit englischen oder deutschen Untertiteln. Zur Premiere des Allgäuer Autorenfilmfestivals im Colosseum am vergangenen Sonntagabend erschienen neben dem Kemptener Oberbürgermeister Thomas Kiechle u.a. der Kaufbeurer Oberbürgermeister Stefan Bosse sowie Manfred Hegedüs, Vorstandsvorsitzender des Filmfest-Hauptsponsors Sparkasse Allgäu . Ehrengäste des Abends waren die beiden Filmemacher Ismet und Kerem Ergün, die zur Premiere ihres Films „Dondurma“ (Eiscreme) extra aus Berlin angereist waren. Ihr eindrucksvoller Schwarz-Weiß-Film thematisiert das Aufbrechen des Rollenverständnisses von Mann und Frau in der Türkei durch eine junge Schülerin. 

Interesse am neuen Kultur-Event
Begrüßt wurden die Gäste der „13. filmzeit“ durch die Festivalleiterin Birgit Kern-Harasymiw: „Wir hätten uns gerne für den Start bessere Umstände gewünscht. Andererseits gilt es gerade jetzt umso mehr, die Kinokultur in ihrer ganzen Vielfalt hochzuhalten und zu verteidigen.“ Kern-Harasymiw betonte, dass Covid-19 die Pläne der Ausweitung des Festivals nicht hätten stoppen können. „Wir freuen uns auf ein neugieriges Publikum in Kempten und Immenstadt.“ Oberbürgermeister Kiechle bestätigte der Festivalleiterin mit seinen Grußworten die Neugier des heimischen Publikums auf ein allgäuweites Filmevent und versprach, die Bemühungen der Veranstalter auch zukünftig nach Möglichkeit zu unterstützen. Am Premierenabend wurden neben der Uraufführung von „Dondurma“ (Eiscreme) zwei Animationsfilme und zwei 30- minütige Spielfilme vorgestellt. 

Hier zeigte sich bereits die Internationalität des Festivals, die fünf gezeigten Filme waren österreichischer, türkischer, französischer, syrischer und deutscher Provenienz. Vier der Produktionen waren im vergangenen Jahr durch die Jury der „12. filmzeit“ ausgezeichnet worden. Der Animationsfilm „Apfelmus“ von Alexander Gretzer war 2019 mit dem Innovationspreis der Festivaljury ausgezeichnet worden. Die deutsche Produktion „Der Champ“ von Tomislav Vujcic, die von der tragischen Geschichte eines homosexuellen Boxers im Ruhrgebiet erzählt, war im selben Jahr mit dem Jurypreis des Festivals ausgezeichnet worden. Den Preis der „12. filmzeitinternational“ gewann der französische Film „Le Graffitti“ von Aurélien Laplace, ein humorvoller Film über die Meinungsfreiheit, und „Tracing Addai“ von Esther Niemeier wurde 2019 als bester Dokumentarfilm des Festivals ausgezeichnet. „Mit dieser Auswahl an prämierten Filmen des Vorjahres wollen wir uns dem neuen Publikum in Kempten vorstellen“, sprach die Festivalleiterin Birgit Kern-Harasymiw und ergänzte: „Im Nachgang zu allen Filmen wollen wir die Besucher unseres Festivals zum Diskurs und Austausch anregen.“ 

Auch für die Betreiber des Kinos, die Familie Dietel-Sing, war die erstmalige Teilnahme an der „13. filmzeit“ eine Premiere. Vom Team des Colosseums und des hauseigenen Restaurants „Starlet“ wurden die Gäste des Festivals kulinarisch verwöhnt. Vor Beginn der Vorstellung wurde die Geschäftsführerin Andrea Dietel-Sing für ihren unermüdlichen Einsatz für das Kinoerlebnis in Kempten vor Publikum gelobt und mit einem großen Blumenstrauß bedacht. Trotz der vielen Herausforderungen in der Corona-Zeit hat es Dietel-Sing wie auch andere geschafft, alle Mitarbeiter des Kinos weiterzubeschäftigen. 

Am Freitag, 2. Oktober, endet die „filmzeit -international“ mit einer großen Preisverleihung im Colosseum. Karten im Internet beim Colosseum Kinocenter unter www.kinokempten.de

Jörg Spielberg

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